Dolgelin (moz) Im Lindendorfer Ortsteil wird seit Ende Juni die Schulturnhalle saniert. Viel haben die Bauhandwerker schon geschafft. Doch die Dolgeliner Grundschüler und ihre Lehrer müssen voraussichtlich noch bis zum Dezember viel Improvisationstalent für den Sportunterricht beweisen.
Die Maler der Seelower Firma „Form und Farbe“ bringen derzeit frische Organe- und Gelbtöne auf die neu gedämmte Fassade der Schulturnhalle. Die alte Beton-Glas-Wand ist durch eine neue Metall-Thermoglas-Wand ersetzt worden, neue Fenster sind überall eingesetzt. Auch das neue Blechdach ist aufs alte Pappdach gekommen, so dass jetzt parallel der Innenausbau erfolgen kann.
„Es wird eine neue Decke eingezogen und das Dach von innen gedämmt“, sagt Roland Martin vom Seelower Planungsbüro Pro3. Zur energetischen Sanierung des zur Wende noch „durchgezogenen“ DDR-Typenbaus gehört auch, dass die lange Heizleitung zum Schulheizhaus gekappt und eine neue Brennwerttherme in die Turnhalle eingebaut worden ist.
„Wir freuen uns riesig auf unsere sanierte Turnhalle“, sagt Schulleiterin Gabriele Dreger. Doch bis die Halle wieder nutzbar ist, müssen ihre Kollegen und sie ideenreich improvisieren. „Wir hatten natürlich gehofft, noch lange draußen Sport treiben zu können. Aber der Regen macht uns da leider oft einen Strich durch die Rechnung“, so die Schulleiterin. Sie hat die Eltern über die Situation informiert und gebeten, wetterfeste Sportbekleidung mitzuschicken.
Am Mittwoch ist Sportlehrerin Karin Buggisch zum Beispiel mit einigen Klassen auf dem Radweg nach Friedersdorf gelaufen. Aber oft muss das „alte Heizhaus“ hinter der Schule als Ausweich-Sporthalle dienen.
In das 1996 für die damalige Realschule ausgebaute und seit dem vorigen Jahr leer stehende Gebäude haben fleißige Helfer aus der Dolgeliner Feuerwehr und Freizeitvolleyballer die Matten, Bälle, Tischtennisplatten, Steffelkegel und vieles mehr aus der Turnhalle gebracht. Der große ehemalige Klassenraum im Erdgeschoss wird als Sportraum genutzt.
Planer Roland Martin freut sich derweil, dass es gelungen ist, im gesetzten Finanzrahmen von einer reichlichen halben Million Euro nun auch die Sanitäranlagen der Turnhalle zu erneuern. Das verlängere allerdings die Bauzeit etwas – vermutlich bis in den Dezember, sagt Martin. Bis dahin bekommt die Halle auch einen neuen Sportboden, eine richtige Prallwand statt der bisherigen Ziegelwand und neue Türen.
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