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Detlef Klementz 02.09.2010 20:03 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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Orientierungshilfe für Schüler

Strausberg (moz) Selbst Karin Schattel war gestern etwas aufgeregt. „So eine tolle Aktion und dann noch mit hohem Besuch, haben wir ja auch nicht so oft“, sagte die Leiterin der Anne-Frank-Oberschule. Dann begrüßte sie Ulrich Müller. Ob sie denn schon wüssten, was sie später mal werden wollten, fragte der Präsident der IHK Ostbrandenburg wenig später die Schülerinnen und Schüler der beiden siebten Klassen. Zwei Mädchen trauten sich: Tierärztin und Modedesignerin, riefen sie. Müller ermutigte alle, sich schon jetzt Gedanken über den möglichen beruflichen Werdegang zu machen. Und dabei könne der Berufswahlpass helfen.

  Die ersten Berufswahlpässe © MOZ Gerd Markert

Das erklärte auch Schulleiterin Karin Schattel. Sie ist schon stolz darauf, dass ihre Schule für den Start der Aktion ausgewählt wurde.Aber sie kann auch Erfolge aufweisen. Das Projekt Praxislernen spiele seit Jahren eine wichtige Rolle an der Schule. Unterstützung komme dabei von der IHK, der Handwerkskammer, der Agentur für Arbeit. Daneben gebe es gute Kontakte zu mehr als 60 Betrieben. Vor zwei Jahren erfolgte die Auszeichnung als „Schule mit hervorragender Berufsorientierung“. Lohn der guten Arbeit sei, dass fast 100 Prozent der Abgänger einen Ausbildungsplatz erhielten, sagte sie.

Der Berufswahlpass ist kein fertiges Dokument, sondern ein großer Ordner, der im Laufe der Zeit von den Schülern mit Inhalt gefüllt werden muss. Dabei geht es um Ansprechpartner, um eigene Stärken und Ziele, um außerschulische Aktivitäten, um Tipps zur Lebensplanung. Der Pass ist also keine Freikarte für einen Ausbildungsplatz, sondern soll helfen, sich selbst besser zu erkennen. Dabei könne es durchaus vorkommen, dass Schüler sich neu orientierten und plötzlich andere Interessen an sich entdeckten, sagt Ulrich Lehmann, der bei der IHK Ostbrandenburg für den Bereich Berufsausbildung verantwortlich zeichnet.

Gina Grabowsky hält den Berufswahlpass gleich beim ersten Durchblättern für nützlich. „Da habe ich dann alle Unterlagen zum Thema Beruf beisammen“, sagt die Klassensprecherin der 
7 b., die einmal Kriminalpolizistin werden möchte.

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