Tarragona (DPA) Radprofi Andy Schleck ist von seinem Team Saxo-Bank aus der laufenden Spanien-Rundfahrt ausgeschlossen worden. Der Rennstall des Dänen Bjarne Riis ließ am Dienstag auch Stuart O‘Grady nicht mehr zur 10. Vuelta-Etappe in Tarragona antreten. Offenbar waren beiden Fahrer erwischt worden, als sie an einem Abend Alkohol getrunken hatten. „Ich sehe ein, dass ich die Teamregeln gebrochen habe, weil ich nach dem Essen noch etwas trinken gegangen bin. Deshalb hat Bjarne mich und Stuart O‘Grady nach Hause geschickt“, sagte Schleck dem Internetdienst „cyclingnews.com“. Schleck und O‘Grady fahren ihre letzten Rennen für Riis, bevor sie im nächsten Jahr für ein Team in Luxemburg an den Start gehen wollen. „Ich bin verantwortlich für mein Handeln und obwohl ich die Entscheidung für zu streng halte, akzeptiere ich, dass Bjarne der Boss ist und tut, was er für das Beste hält“, ergänzte Schleck. Schleck, dem bei der Tour nur 39 Sekunden auf den Sieg gegen Alberto Contador gefehlt hatten, lag im Vuelta-Gesamtklassement nach der ersten Woche bereits 37:16 Minuten hinter dem Führenden Igor Anton. O‘Grady hatte gar einen Rückstand von fast eineinhalb Stunden. Ohne die beiden Edelhelfer sind die Chancen von Andys Bruder Frank Schleck auf ein Minimum gesunken. Dieser galt vor Beginn der Vuelta als Topfavorit, hatte auf der ersten Bergetappe am Samstag aber überraschend viel Zeit auf die Spitze verloren. Daraufhin hatte Riis Frank Schleck, der Saxo-Bank ebenfalls in Richtung Luxemburg verlassen wird, aufgefordert zu attackieren. „Es gibt keinen Grund, jetzt aufzugeben“, sagte Riis dem Internet-Dienst sporten.dk. „So schwierig ist das nicht: Wenn Frank angekündigt hat, die Vuelta gewinnen zu wollen, dann muss er angreifen“, sagte Riis über den älteren Schleck-Bruder, der die Tour im Juli nach einem Sturz mit einem mehrfach gebrochenen Schlüsselbein aufgeben musste.
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