Mönchwinkel . Die kleine Mönchwinkler Feuerwehr hat ihr 80-jähriges Bestehen groß gefeiert - und das auch noch mit einem feuerwehrtechnischen Triumph: Im Löschangriff-Wettkampf mit den anderen Grünheider Wehren und der aus Hartmannsdorf kam sie vor Grünheide und Hartmannsdorf auf Platz eins.
Vor dem neuen Auto mit der goldenen 80: die M÷nchwinkler Feuerwehrleute und ihr Wehrf³hrer Lutz Leder (2.v.l.)
Der Mönchwinkler Feuerwehr geht es gut, auch wenn sie nicht all zu viel zu tun hat. Im Februar erst bekam sie ein neues Fahrzeug, derzeit wird das gerade um einen zeitgemäßen Umkleideraum verlängerte Gebäude aufgehübscht mit neuen Toren und neuer Fassade.
"Wir sind eine kleine Wehr, uns holt man selten, und bei uns im Ort ist zum Glück in den vergangenen Jahren nicht groß was passiert", sagt Wehrführer Lutz Leder (48). Größter Einsatz zuletzt sei der Brand im Januar in einer kleinen Lagerhalle neben der Hangelsberger Gärtnerei gewesen.
"Mönchwinkel", sagte indessen der stellvertretende Kreisbrandmeister Klaus-Peter Schulz, "hat eine Feuerwehr, die sich in den vergangenen zwei Jahren vom Personal her wieder mächtig gemausert hat." Darum mache die Gemeinde auch alles, dass die technische Ausstattung stimmt. Dazu zählt das neue Auto, das in der Feuerwehrsprache Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser, kurz TSF-W, genannt wird. Es trug am Sonnabend eine Tannengirlande mit einer goldenen 80.
"Und die Mönchwinkler haben ganz toll ihr Jubiläum vorbereitet", ergänzte Schulz. Auf dem idyllischen Dorfplatz um das Feuerwehrgebäude standen das Festzeit, Gulaschkanone und ordentlich aufgereiht der Fuhrpark der Gastgeber und Gäste. Bis 1.30 Uhr ging das Fest, die Tombola sei sehr gut angekommen, freute sich Wehrführer Lutz Leder. Er nutzte das Fest als Anlass, mehrere seiner Leute zu befördern: Tobias Thieme, Christopher Bülow, Erik Ehrhardt und Steffen Broz sind zu Oberfeuerwehrleuten aufgestiegen, Angela Broz zur Hauptfeuerwehrfrau und Olaf Bülow zum 1. Hauptlöschmeister.
Gleichzeitig haben die Mönchwinkler seit Sonnabend auch wieder eine Jugendfeuerwehr mit vier Mitgliedern. "Es sind alles Kinder von unseren Feuerwehrleuten", so Leder. Allerdings ist die Wiederauflage der Jugendwehr noch eher symbolischer Art: Das älteste der vier Kinder zählt vier Lenze, das jüngste drei Monate. Dem Nachwuchs-Quartett stehen am anderen Ende der Alterspyramide Erwin Grasnick, Karl-Heinz Kotzan und Richard Leder gegenüber, die 1943, 1946 und 1951 der Wehr beigetreten sind.
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