. "Wo man singt, da lass dich ruhig nieder. Schlechte Menschen haben keine Lieder." Dieser Spruch kam einen sofort in den Sinn, als im Alt Zeschdorfer Kulturhaus das große Singen begann. "Alle sieben eingeladenen Chöre sind gekommen. Das ist wirklich eine große Gemeinschaft", freute sich Kurt Grzywna, der Vorsitzende des einladenden Tourismusvereins.
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Für den Kirchenchor Mallnow (Leiter Peter Bruck) und den Kleinen Chor Seelow (Vorsitzende Annemarie Dobberke, musikalische Leitung Steffen Schreiner) war es bereits die dritte Teilnahme. Dass sie schon bei der Premiere vor drei Jahren viel Spaß hatten, sprach sich herum. Ein Jahr später verstärkten der Dolgeliner Männerchor (Leiter Andreas Ehret), der Podelziger Chor (Erwin Möwe) und der Lebuser Chor der Volkssolidarität (Elke Pfeiffer) die große Sangesgemeinschaft. Zur dritten Auflage wurden wieder Neulinge begrüßt. Der Gemischte Chor Müncheberg mit seinem Leiter Ulrich Grenz hatte ebenso viel Freude an diesem Nachmittag wie das Publikum. Für seine Sänger stand fest, dass sie wieder kommen werden, ebenso die Seelower Herbstzeitlosen mit ihrer Leiterin Bärbel Karras, denen es ausnehmend gut gefiel.
"Das war richtig toll", lobte Zuschauer Rudi Schulz aus Seelow. "Die Atmosphäre hier, das gemeinsame Singen, da ist man fast ein bisschen traurig, dass es erst im nächsten Jahr wieder solch ein Treffen gibt."
Bei vielen Liedern, die der jeweilige Chor auf der Bühne anstimmte, setzte schnell ein großer Saalgesang ein, denn natürlich kannten fast alle die Lieder. Dennoch staunten selbst die Sänger nicht schlecht, wie groß das Repertoire an Seemanns- und Wasserliedern ist. Auch wenn manche doppelt erklangen, tat das der Freude keinen Abbruch. Zumal Moderator Lothar Böttcher aus Letschin in seiner unterhaltsamen Art zu den einzelnen Auftritten überleitete. Und da seine Chormietzen wegen der Ferien nicht dabei sein konnten, sang er einfach selbst und stimmte mit der Gitarre auch in manches Lied der anderen Chöre ein.
Zum Abschluss gab es ein großes Finale. Peter Bruck dirigierte die riesige Sängerschar, die aus 160 Kehlen das berühmte "Lapaloma ohé" von Hans Albert schmetterte.
Kurt Grzywna dankte allen, überreichte den Chorleitern Erinnerungsgeschenke. Einziger Wehrmutstropfen für die Gastgeber - sie haben selbst keinen Chor. Mehrmals gab es schon Anläufe, aber noch hat es nicht geklappt. Kurt Grzywna gibt jedoch nicht auf. Irgendwann stimmen vielleicht auch Zeschdorfer in die großes Sängerfamilien ein.
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