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Freileitung führt durch den Niederbarnim

Landrat Bodo Ihrke . Die in Uckermark und Barnim geplante 380-Kilovolt-Freileitung der Firma Vattenfall ruft weiterhin Proteste hervor. Vertreter von SPD, FDP, den Grünen und der Linken erklärten sich am Freitagabend mit der Bürgerinitative gegen die Freileitung durch das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin solidarisch. Deutlich wurde im Verlauf der Debatte, dass nicht allein das Biosphärenreservat betroffen ist. So wies Hartmut Lindner aus Senftenhütte auf die Gefährdungen für Eberswalde hin. Diese spielten in der öffentlichen Wahrnehmung bislang keine Rolle, wie auch kaum der weitere Trassenverlauf in Richtung Bernau. So führt die auf der Vattenfall-Homepage abgebildete Trasse jeweils eng im Osten der Ortschaften Danewitz und Albertshof vorbei, passiert Löhme im Süden und steuert auf Neuenhagen in Märkisch-Oderland zu.

Im Osten von Finow und im Brandenburgischen Viertel bestehen unter Umständen erhebliche Gefahren, da dort bereits zwei Hochspannungsleitungen verlaufen. Teilweise, so wurde in der Diskussion in der Eberswalder Fachhochschule deutlich, sollen die Abstände zwischen Freileitung und Kleingärten beziehungsweise Wohnbebauung unter 100 Meter betragen. Üblich seien heute aber 235 Meter Abstand, da sonst Schäden für die menschliche Gesundheit zu befürchten seien, so Thomas Pfeiffer von der Bürgerinitiative. In fünf Monaten hat diese erreicht, dass der Bundesrat am 19. September berät, ob die geplante Vattenfall-Freileitung als Modellprojekt zur Erdverkabelung realisiert wird.

forderte stärkeres Interesse der Bürger an Planungsvorhaben. Ihm wurde von Lindner der Verwurf gemacht, dass der Kreis zwar eine Erdverkabelung gefordert habe, aber nichts unternahm, nachdem diese Forderung keine Berücksichtigung fand. Ihrke verwies darauf, dass für politische Stellungnahmen die Kommunen zuständig seien. "Wir gehen mit wichtigen Verfahren aber auch zu den Abgeordneten", erklärte er.

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