Jänschwalde . Die bundesweite Klima-Allianz ruft für Samstag zu einer Demonstration vor dem Braunkohlekraftwerk Jänschwalde auf. Bis zu 1000 Teilnehmer würden zu der Aktion erwartet, sagte eine Sprecherin der aus rund 100 Initiativen bestehenden Allianz. Vor dem Werk von Vattenfall solle gegen die Pläne des Energiekonzerns zum Aufschluss weiterer Tagebaue in der Lausitz protestiert werden.
Als Redner werden Vertreter von Grünen und Linken sowie von Kirchen, lokalen Initiativen und Umweltorganisationen erwartet. Außerdem wollten sogenannte internationale Klimazeugen den Protest unterstützen, darunter Nurzat Abdyrasulova von der Umweltorganisation UNISON aus Kirgistan, sagte die Sprecherin.
Mit der Demonstration solle ein deutliches Signal gegen die klima- und menschenfeindliche Energiepolitik von Vattenfall gesetzt werden. Zugleich solle der Druck auf den Konzern erhöht werden, die Pläne für die Ausweitung der Tagebaue und den Neubau des Kraftwerks aufzugeben.
Im Anschluss an die Kundgebung fahren Busse zu der Abrisskante des Tagebaus Jänschwalde und dem vom Bergbau bedrohte Dorf Kerkwitz. Dort gibt es am Abend einen Freiluftgottesdienst sowie Konzerte eines sorbischen Liedermachers und der Band Soulrippers.
Auch die Unterstützer einer weiteren Braunkohlenutzung in der Lausitz haben sich für den Aktionstag in Jänschwalde angekündigt. So wollen Vertreter der Gewerkschaftsinitiative "Lausitzer Braunkohle - Energie für Generationen" ihre Argumente vortragen. Dazu gehören Gewerkschafter, Geschäftsführer regionaler Unternehmen, Bürgermeister aus der Region und Vattenfall-Beschäftigte.
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