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Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Wer weiß, was er will, macht seinen Weg

Klosterfelde (moz) Paul Hohmann weiß genau, was er will, seit Jahren schon. Der 16-Jährige möchte Zimmermann werden und schreibt bereits fleißig Bewerbungen, um eine Lehrstelle zu bekommen. Noch ein halbes Jahr, dann hat er seine Fachoberschulreife in der Tasche. Bis dahin, da ist sich der Zehntklässler sicher, hat er auch einen Ausbildungsplatz gefunden.

  © MOZ

Doch an diesem Sonnabend übt sich Paul weniger in Holzbearbeitung als vielmehr im Erzählen. Beim Tag der offenen Tür an der Klosterfelder Oberschule geleitet er als Lotse die Besucher durch das Gebäude. Er schaut mit ihnen beispielsweise bei Mathelehrerin Gabriele Ernst vorbei. Für viele Schüler ist Mathe ja nicht unbedingt Lieblingsfach, „aber bei Frau Ernst macht es Spaß, weil sie den Unterricht immer sehr anschaulich gestaltet“, lobt Paul.

Seit mehr als 30 Jahren unterrichtet die Klosterfelderin bereits an der Schule. „Ich habe hier alle Höhen und Tiefen mitgemacht“, erzählt sie. Dass die Schule vor ein paar Jahren nicht gerade den besten Ruf hatte, ärgert sie noch heute. „Dorftratsch“, wehrt sie ab. Ganz im Gegenteil: „Wir haben hier seine sehr gute Vorbereitung auf die Berufsausbildung“, lobt die Lehrerin. „Wer weiß, was er will, der kann seinen Weg auch nach der Oberschule gehen“, ist sie überzeugt.

Das glaubt auch Ulrich Döhl. Der Berufsberater der Agentur für Arbeit betreut die Klosterfelder Oberschule und zwei weitere weiterführende Schulen im Niederbarnim seit vielen Jahren. Mindestens einmal im Monat ist er zur Sprechstunde in Klosterfelde. In den 7. und 8. Klassen findet er mit den Schülern heraus, welche Fähigkeiten und Interessen sie haben. In den 9. Klassen leitet er das Bewerbertraining, in den 10. Klassen erfolgt dann die Vermittlung in Berufe. Eine Selbstverständlichkeit, dass Ulrich Döhl auch am Tag der offenen Tür dabei ist. Und er ist gefragt. 21 Beratungsgespräche in drei Stunden hat er hinter sich. Und er macht den Eltern und Kindern Mut: „Die Situation ist günstig wie nie. Gegenwärtig haben wir über 800 freie Ausbildungsplätze und an die 600 Bewerber“, sagt er.

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