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BBI-Anwohner bekommen 40 Millionen Euro für Lärmschutz

Schönefeld (DDP) Die Berliner Flughäfen haben bis jetzt rund 40 Millionen Euro für Lärmschutz und Entschädigungen an Hausbesitzer aus dem Umfeld des künftigen Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI) gezahlt. Etwa 7000 Häuser würden von diesem Geld mit Schallschutzfenstern und Lärmdämmung ausgerüstet, teilte die Flughafengesellschaft am Freitag in Schönefeld mit. Hinzu kämen Entschädigungen für bisher rund 700 Terrassen, Balkone und Kleingärten.

Die Zusage für die Kostenerstattung sei auf Basis der alten Flugroutenpläne getroffen worden, so wie sie im Planfeststellungsverfahren für den BBI aufgeführt seien, sagte der Sprecher der Flughafengesellschaft, Ralf Kunkel. Änderten sich die Routen, sei es „theoretisch möglich“, dass Anwohner Schallschutz bekommen haben, die dann außerhalb der Schutzzonen wohnen. Zudem werde es „sicherlich nicht mehr möglich sein“, bei allen dann neu Betroffenen rechtzeitig bis zur Eröffnung des BBI Schallschutzfenster einzubauen. Die Routen würden voraussichtlich erst 2012 festgelegt, sagte Kunkel. Im Juni 2012 soll der Flughafen seinen Betrieb aufnehmen.

Insgesamt 42 000 Anwohner in 25 500 Häusern sowie 50 Seniorenheime, Kitas und Schulen haben nach derzeitigem Stand rechtlichen Anspruch auf Schallschutz - bisher liegen der Flughafengesellschaft nach eigenen Angaben 12 400 vollständige Anträge vor. Zusätzlich bestehen Entschädigungsansprüche für rund 10 000 Terrassen, Balkone und Kleingärten. Die Flughafengesellschaft rechnet mit Kosten von insgesamt 140 Millionen Euro. Besitzer haben den Angaben zufolge noch bis 2017 Zeit, einen Antrag zu stellen.

Das Bündnis Berlin Brandenburg gegen neue Flugrouten will ab sofort in regelmäßigen Abständen Demonstrationen vor dem Flughafen Schönefeld organisieren. Wie Bündnissprecher Markus Peichl am Freitag mitteilte, sollen die Proteste jeweils am Wochenende vor den Sitzungen der Fluglärm-Kommission stattfinden. Die erste sei für den 12. März geplant. Weitere Demos sollen im Monats-Abstand folgen. Hintergrund für diese Entscheidung ist laut Peichl der Erfolg der Kundgebung vom vergangenen Wochenende. Mehr als 13 500 Menschen hatten in Schönefeld an der bislang größten Demo gegen die neuen Flugrouten teilgenommen.

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