. Trakai/Schwedt Jedes Jahr am ersten September-Wochenende findet die Weltmeisterschaft der Ruder-Masters (Senioren) statt. Diesmal trafen sich die Altersklassenruderer in Litauen. Schwedter räumten dabei erneut kräftig ab.
Mit Steuerfrau Susanne Mey, Rainer Göllnitz, Frank Klawonn, Alexander Reiche, Jörg Bosse und Hagen Schulze präsentierten sechs Starter den Schwedter Rudersport in der Welt. Der litauische Ruderverband organisierte eine perfekte Regatta auf dem Galve See. Immer dabei ein Wahrzeichen Litauens, die Wasserburg Trakai am Rande der Strecke. Auch das Wetter ließ den Regen von der Meisterschaft 2007 in Zagreb vergessen.
An vier Tagen starteten die fünf Schwedter in 18 Rennen gemeinsam mit ihren zum Teil schon langjährigen Kameraden aus dem Osten Deutschlands. Allein in elf Rennen kamen ihre Boote als Erste ins Ziel - das beste Ergebnis seit der ersten Teilnahme 2004 in Hamburg. Mit jeweils sechs Goldmedaillen waren Steuerfrau Susanne Mey und Frank Klawonn erfolgreichste Teilnehmer.
Zunächst saßen Rainer Göllnitz und Hagen Schulze mit Rüdersdorfer Ruderern im Achter der Altersklasse D (Teamdurchschnittsalter mindestens 55 Jahre). Steuerfrau Susanne Mey wurde von einem Achter aus Halle, Bernburg und Dresden engagiert, der ungefährdet gewann. Das Boot mit den anderen beiden Oderstädtern wurde im Endspurt noch von einem Berliner Boot abgefangen und kam auf Rang drei.
Tags darauf folgte ein straffes Programm. Um 9.31 Uhr waren Göllnitz und Schulze zusammen mit Alexander Reiche und Günter Rudolf (Bernburg) im Doppelvierer der AK B (36 Jahre) gegen Teams aus der Ukraine, Finnland, Tschechien und Leipzig dran. Bis zur 500m-Marke hatten sich die Schwedter und ein Leipziger Boot leicht vom Feld abgesetzt. Mit einem harten Zwischenspurt zogen die Oderstädter in Front und gewannen Gold. Nachdem Reiche im Vorjahr fünfmal Zweiter geworden war, konnte er in seinem ersten Rennen in Trakai überglücklich am Siegersteg anlegen.
Schon eine Stunde später ruderte Frank Klawonn mit dem Rüdersdorfer Burkhard Kawalle im Zweier zu einem Start-Ziel-Sieg gegen Boote aus Estland, Finnland, Großbritannien und der Ukraine. Dann startete Jörg Bosse gemeinsam mit Aktiven aus Frankfurt, Königs Wusterhausen und Berlin im Vierer ohne Steuermann der AK A (27 Jahre) gegen Teams aus Berlin, Dresden, Portugal, Litauen und Gibraltar - Platz vier.
Es folgte das Rennen des Schwedter Flaggschiffes: der Vierer mit Steuerfrau der Altersklasse B mit Klawonn, Rudolf, Schulze, Göllnitz und Mey. Sie ließen den Mannschaften aus Pirna, Dresden, Irland und Großbritannien keine Chance. Im Doppelzweier der AK A erruderte sich eine Stunde später Reiche mit einem Berliner Rang drei vor Schulze/Rudolf. Der enge Zeitplan hatte keine bessere Platzierung mehr zugelassen. Am Nachmittag zeigte Klawonn mit Kawalle, Schmidt, Stein und Mey noch einmal seine Stärke im Vierer mit Steuerfrau: Diesmal gelang in der AK A ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg.
Die Steuerkünste von Susanne Mey hatten sich inzwischen herumgesprochen. Der Herren-Achter von Dynamo Moskau bat sie, ihr Boot in der AK B zu steuern. Susanne führte sie als Erste über die Ziellinie. Auch in den Achterrennen der AK C und A waren die Russen danach mit Susanne unschlagbar. In der AK C war ihr Lebensgefährte Göllnitz mit Klawonn, Bosse sowie Rüdersdorfern mit im Rennen und wurde guter Zweiter.
Souverän meisterten Reiche, Schulze, Schmidt und Stein den Doppelvierer der AK A. Dieser nächsten Goldmedaille folgte die erste Niederlage für den erfolgsverwöhnten Doppelzweier der AK B mit Klawonn und Rudolf - sie wurden von einem finnischen Duo deutlich auf Rang zwei verwiesen. Im Vierer mit Steuerfrau der AK C wendete sich das Blatt aber wieder. Hier gewann Klawonn mit seinen Mitstreitern Schulze, Kawalle, Göllnitz und Steuerfrau Undine Hornung (Rüdersdorf) in einem harten Kampf mit Pirna.
Am Nachmitttag bestritt Jörg Bosse (mit drei Rüdersdorfern) sein zweites Rennen im Vierer ohne Steuermann und wurde Fünfter zwei Sekunden hinter dem Silberboot (Finnland gewann erneut).
Am letzten Regattatag finden immer die Mixed-Rennen statt. Frank Klawonn startete mit der Leipzigerin Kerstin Eck im Doppelzweier der AK C - sie schoben ihre Bootsspitze nur wenige Zentimeter vor Belgien als Sieger ins Ziel. Im letzten Rennen mit Schwedter Beteiligung ruderte Klawonn noch einmal mit Eck sowie der Berlinerin Silvia Kietzer und Günter Rudolf im Doppelvierer der AK C einen ungefährdeten Sieg heraus - der elfte Erfolg war ein würdiger Abschluss der FISA World Rowing Master Regatta.
Die Schwedter Altersklassen-Ruderer bedanken sich bei allen, die sie in dieser Saison aktiv unterstützt haben, besonders bei Boris Randhagen, der für den Bootstransport nach Litauen einen Firmenwagen bereitstellte.
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