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Mit dem Leitbild 2020 Vermächtnis abgegeben

Petershagen-Eggersdorf . In der letzten Sitzung der Legislaturperiode haben die Gemeindevertreter noch ein weit reichendes Dokument auf den Weg gebracht: das Leitbild 2020 für das Doppeldorf.

Die Mutter des Erfolgs ist männlich und heißt Achim Sydow. Ohne die Initiative, das stete Vorantreiben, die Zähigkeit und den Eifer des Eggersdorfer Bürgers und Wissenschaftlers, treibende Kraft der Lokalen Agenda im Ort, gäbe es das Leitbild 2020 nicht.

Mit diesen Gedanken leitete Gemeindevertretervorsteherin Karin Reimann am Donnerstag den Tagesordnungspunkt ein, würdigte die breite Einbeziehung von mehr als 700 Bürgern in diesem Prozess, verwies auf das notwendige "Stellschrauben anziehen", um ein handhabbares Papier "aus einem Guss" zu erstellen. Das alles brauchte seine Zeit. Doch ihre Erwartung, dass der mehrfach in den Ausschüssen debattierte Leitbild-Entwurf unproblematisch das Gremium passieren würde, ging nicht ganz in Erfüllung - ein einstimmiger Beschluss kam nicht zustande.

So fasste zwar Ortsentwicklungsausschuss-Vorsitzender Heiko Krause (FDP), der das Entstehen mit seinem Ausschuss am engsten begleitet hatte, zusammen, was dieses wertvolle Dokument darstellen sollte: ein Vermächtnis der noch agierenden Gemeindevertretung an ihre Nachfolger. Damit sei eine Wegmarke erreicht, warb er, die keineswegs das Ende des Diskus­sionsprozesses um die Ziele für ein lebenswertes Doppeldorf bedeuten müsse. Die Leitbild-Debatte könne jederzeit weitergeführt, ihre Inhalte aktualisiert, ihre Empfehlungen fortgeschrieben werden. Letztlich sei ein guter Konsens zustande gekommen. "Warum sollten wir nicht diese Wahlperiode so enden lassen?"

Zustimmung signalisierten auch Christine Schliebs (SPD) für den Bildungsausschuss, die nochmals die Notwendigkeit von Visionen für die Gemeinde betonte, Burkhard Paulat (Unabhängige) oder Burkhard Herzog (Neue Frak­tion/Freie Wählervereinigung) für den Bau- und Umweltausschuss. Es sei "nichts Aufgebürdetes, aber auch kein Mainstream" entstanden, ein guter Schluss eben, so Letzterer.

Ganz anders sahen das Cordula Dinter (CDU) und Klaus-Dieter Hamann (Bürgerfrak­tion), die eine Abstimmung über das Papier besser der kommenden Gemeindevertretung überlassen wollten, es als etwas "Vorgesetztes" ansahen. Das traf bei der Mehrzahl und bei Horst Bartel, der als Stellvertreter des federführenden, aber auswärts weilenden Achim Sydow Rederecht erhalten hatte, auf Unverständnis. "Sie saßen dabei, Ihre Bemerkungen fanden Eingang, ein besseres Beispiel für gelebte Demokratie gibt es nicht."

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