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04.10.2008 17:15 Uhr

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Ein Amtsinhaber musste weichen

Breydin . In vier der sechs Kommunen des Amtes Biesenthal-Barnim gab es für die bisherigen und zur Wahl wieder angetretenen Bürgermeister einen Herausforderer. Das war in Biesenthal, Breydin, Rüdnitz und Sydower Fließ. Im Ergebnis der Wahl wird es aber nur in Breydin einen personellen Wechsel geben.

Mit einem klaren, aber dennoch nicht allzu großen Vorsprung hat Peter Schmidt, der für die SPD angetreten ist, aus Trampe das Rennen gemacht. 256 Wähler gaben ihm ihre Stimme, während für den bisherigen Amtsinhaber Roland Gottschalk 179 Breydiner stimmten. Wahlberechtigt waren 709 Bürger.

Auf die Frage, ob er das Wahlergebnis so erwartet hätte, sagte Peter Schmidt: "Wenn ich nicht an einen Sieg geglaubt hätte, hätte ich es nicht gemacht." Er lebe nun schon 30 Jahre in der Gemeinde und sei mit den Leuten und dem Dorf verbunden. Das allein genügte. Denn einen Wahlkampf in dem Sinne wollte er nicht und hat er auch nicht gemacht. Aus der Sicht seiner Kandidatur, nämlich für die SPD, ergeben sich nun auch bestimmte Weichenstellungen, die in seiner künftigen Arbeit eine Rolle spielen werden. "Ich beabsichtige, mich mehr für das Soziale und mehr Bürgernähe einzusetzen", sagte Peter Schmidt nach der Wahl. So denkt er zum Beispiel an Einwohnerversammlungen. Sieben bis acht Jahre habe es die nicht in Breydin gegeben. Er will auch mit den Handwerkern und Gewerbetreibenden ins Gespräch kommen.

Eine weitere Aufgabe sieht er darin, wieder einen Arzt in die Gemeinde zu holen. Seit Dr. Rocholl ihre Praxis geschlossen hat, haben viele nun gar keinen Hausarzt mehr. "Ich habe bereits mit dem Landrat gesprochen, ob es eine Möglichkeit gibt, dass jemand von den Eberswalder Ärzten regelmäßig in die Gemeinde kommt", teilte Schmidt mit.

Darüber hinaus denkt er an einen Kita-Neubau, um die Gemeinde auch für junge Leute attraktiv zu halten. Die derzeitige Kita befindet sich im ehemaligen Schloss, in dem es auch Wohnungen gibt. Dort sei alles recht hellhörig. Darum stellt er sich einen Kita-Neubau ähnlich wie in der Gemeinde Melchow vor, der sich zu ebener Erde befindet und schalldichte Fenster hat, so dass die Kinder spielen und tollen können, sich aber dadurch kein Nachbar gestört fühlt.

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