Berlin (DDP) Nach einem leichten Rückgang in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres hat die ostdeutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2011 wieder zugelegt. Vor allem Industrie und Bauwirtschaft hätten kräftig expandiert und von Januar bis März für ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent gesorgt, teilte das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Dienstag mit.
Zahnrad für das Getriebe eines Windrades des Windkraftanlagenbauers Nordex in Rostock. Die ostdeutsche Wirtschaft hat gut zugelegt.
Damit verzeichnete Ostdeutschland einen geringfügig größeren Zuwachs als das gesamte Bundesgebiet mit einem Plus von 1,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum blieb das Wachstum mit 4,8 Prozent jedoch leicht hinter dem gesamtdeutschen Wert von 5,2 Prozent zurück.
Die ostdeutsche Industrie habe von expandierenden Märkten im In- und Ausland profitiert, heißt es im Konjunkturbarometer des IWH. Investitions- und Konsumgüter seinen vor allem im Ausland abgesetzt worden, Vorleistungsgüter hingegen verstärkt im Inland. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum habe im ersten Quartal 2011 auch das Baugewerbe kräftig zugelegt.
Mit den Produktionssteigerungen in Industrie und Bauwirtschaft konnte das Dienstleistungsgewerbe nicht mithalten. Wegen der Konsolidierungsbemühungen in den öffentlichen Haushalten waren in den Bereichen öffentliche Verwaltung, Erziehung und Bildung erneut Leistungsrückgänge zu verzeichnen. Anbieter von verkehrs- und unternehmensnahen Dienstleistungen konnten hingegen ein deutliches Plus verzeichnen.
Im zweiten Quartal 2011 dürfte die Wachstumsdynamik in Ostdeutschland nach ersten Schätzungen des IHW deutlich nachlassen. Wegen der Verlangsamung des Auftragszuwachses verliere die Industrieproduktion an Schwung, prognostiziert das IWH.
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