Berlin . In der Finanzkrise genießt die Kapitalismus-Kritik von Karl Marx neue Wertschätzung. Es gebe eine "gesteigerte Nachfrage" nach seinen Werken, sagte Jörn Schütrumpf vom Berliner Karl-Dietz-Verlag, der die Bücher von Marx und Friedrich Engels verlegt, der "Neuen Ruhr/Neuen Rheinzeitung". Der Verlag verkaufte demnach den ersten Band des dreibändigen Hauptwerks von Marx, "Das Kapital", 1500 mal - 2005 wurde der Verlag nur 500 Stück los. Zum Jahresende werde der Absatz "noch hochgehen", sagte Schütrumpf weiter.
Auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat sich schon als Marx-Kenner geoutet: "Gewisse Teile der marxistischen Theorie" seien "doch nicht so verkehrt", sagte er dem "Spiegel". Ein maßloser Kapitalismus mit all seiner Gier fresse sich am Ende selbst auf.
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