. Die Versorgung mit Essen in Kitas und Schulen auch für Kinder aus sozial schwachen Familien war dieser Tage auch Thema im Jugendhilfeausschuss. So fragte Roland Thom (FDP) an, welche Möglichkeiten die Stadt sieht, rückständige Essengelder einzufordern. Zudem regte er an, Beratungsgespräche mit betroffenen Eltern zu führen und ihnen als Anreiz für die Teilnahme ihrer Kinder an der Mittagsversorgung zumindest zeitweise die Übernahme der Kostenbeiträge anzubieten.
Bürgermeisterin Katja Wolle berichtete, dass das Thema in der Verwaltung schon aufgegriffen und intensiv diskutiert wurde. So habe man bei einem Gespräch mit Kita-Leiterinnen auch die Frage erörtert, ob das Essengeld bei von Hartz IV betroffenen Schuldnern nicht gleich von der ARGE an die jeweilige Kita überwiesen werden kann. Eine durchaus realistische Möglichkeit, die allerdings wie bei den Kosten der Unterkunft auf Freiwilligkeit beruhe. Das geht also nicht flächendeckend, sondern nur in Einzelfällen. Zudem, so hätten die Kita-Leiterinnen bestätigt, gebe es nur wenige Essengeld-Schuldner.
Viel wichtiger, so Ina Grahl vom Jugendamt, sei es, die Elternarbeit grundsätzlich auszubauen, statt spezielle Programme für Essengeldschuldner zu entwickeln. Dem schloss sich auch Katrin Bornemann vom Paritätischen Wohlfahrtsverband an. Sie forderte die Verwal- tungsvertreter vielmehr auf, sich schon rechtzeitig Gedanken um die weitere Stärkung der beiden Eltern-Kind-Zentren in der Stadt zu machen. Noch werden die Einrichtungen in Nord und Süd mit Hilfe des Landes finanziert, doch diese Gelder laufen noch in diesem Jahr aus. Dann müsste die Stadt gemeinsam mit den Trägervereinen für den Unterhalt aufkommen. Die Fortsetzung der Arbeit dort sei enorm wichtig. Denn die Zentren leisten wirklich so etwas wie Hilfe zur Selbsthilfe. Mit Beratungen, Gesprächen, Lese- und Bastelstunden bis hin zu Näh- und Kochkursen geben sie praktisch und theoretisch Tipps fürs Familienleben, machen also Eltern zumindest Stück für Stück stärker für den Alltag.
Zugleich forderte Katrin Bornemann, dieses Thema nicht zu einem Wahlkampfthema zu machen. Sie, wie auch Christa Madel von der Caritas und Heidemarie Langisch von der pewobe, hielten zudem den Vorschlag von OB Martin Patzelt zu freiem Schulessen für alle Kinder für wenig sinnvoll. Es gebe durchaus Frauen, die es gelernt hätten, zu sparen und die mit 1,50 Euro für zwei Tage schmackhaftes Essen kochen könnten. Warum sollten Kinder, die gut versorgt sind, vom heimischen Herd weg geholt werden, fragten sie und meinten: Hilfe müsse differenziert und da angesetzt werden, wo sie wirklich nötig ist. Heidrun Förster berichtete, dass die Arbeitsloseninitiative seit Wochen Frühstücksbeutel für wenig Geld an der Lessingschule verteilt, was von den Familien gut angenommen werde.
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22.05.2012 15:54:28 Tanktourist
Auch für Kurzstrecke?
22.05.2012 15:32:57 maja
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In einer Stadt, die sich ausschließlich über ein Stadtfest definiert, läuf...
22.05.2012 15:25:55 Rainer Trostmann
Finsterster Urwald
22.05.2012 15:24:11 saufkopp
Freibier für alle!