Moskau . Die für scharfe Reaktionen auf westliche Filme bekannten russischen Kommunisten haben James-Bond-Girl Olga Kurylenko "Verrat sozialistischer Ideale" vorgeworfen. Dass sich die 28-jährige Ukrainerin im neuen 007-Krimi "Ein Quantum Trost" dem britischen Agenten an den Hals werfe, sei unpatriotisch. Zudem sei die Liaison mit dem Spion eine Schande für das Slawentum, hieß es am Mittwoch in einer Stellungnahme der Partei aus St. Petersburg in der Zeitung "Nesawissimaja Gaseta". "Wo ist Dein Gewissen? Während Deine Altersgenossinnen in der Ukraine gegen die NATO demonstrieren, genießt Du die Ruhe an der azurblauen Küste", heißt es darin weiter.
Die f³r scharfe Reaktionen auf westliche Filme bekannten russischen Kommunisten haben James-Bond-Girl Olga Kurylenko "Verrat sozialistischer Ideale" vorgeworfen. Foto: Sony Pictures dpa
"Ein Quantum Trost" sollte am Mittwochabend in London Weltpremiere feiern. Kurylenko spielt darin die Agentin Camille. "Dein Ruhm ist billig und kurzlebig, doch Deine Reue wird zu spät kommen", kritisierte die Partei. Die Schauspielerin aus der Ex-Sowjetrepublik sei eine "Mätresse des Volksfeindes" James Bond. Die Kommunisten hatten bereits zum Boykott von "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" aufgerufen und ein Einreiseverbot für alle Hauptdarsteller des Films gefordert. Der Streifen verdrehe geschichtliche Fakten und vermittele ein falsches Bild der Sowjetunion, hatte die Partei kritisiert.
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