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Kanzlerin Merkel besucht Stiftung - Auseinandersetzung mit der Geschichte

Berlin . Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Deutschen zur Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte aufgefordert. Es sei eine zunehmende Aufgabe, gerade jungen Menschen die Vergangenheit nahezubringen und in Erinnerung zu rufen, sagte Merkel am Mittwoch bei einem Besuch der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin. Gerade vor dem 20. Jahrestag des Mauerfalls 2009, der Gründung der Bundesrepublik vor 60 Jahren ebenfalls 2009 und dem 20. Jahrestag der Wiedervereinigung 2010 sei dies wichtig. Merkel würdigte die Arbeit der vor zehn Jahren gegründeten Bundesstiftung zur geschichtlichen Aufklärung.

  Besuch der Regierungschefin: Der Ratsvorsitzende der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Markus Meckel, begr³▀te am Mittwoch Kanzlerin Angela Merkel. Foto: ddp ©

Das Gedenkstättenkonzept der Bundesregierung sei Teil der nationalen Aufgabe, deutsche Geschichte im Blick zu haben, unterstrich die Kanzlerin. "Ich denke, das ist auch bitter nötig." Zu dem Konzept gehörten auch die Stätten, in denen an die SED-Diktatur erinnert wird. Sie müssten als historische Orte eine Zukunft haben. Mit Blick auf das geplante Freiheits- und Einheitsdenkmal zur Erinnerung an die friedliche Revolution sagte Merkel, sie hoffe mit der Ausschreibung des Gestaltungswettbewerbs auch auf eine Diskussion über die "Zeit der Veränderung" zur Wiedervereinigung.

Merkel erinnerte an den Fall der Mauer vor 19 Jahren. Es habe mutigste Anstrengungen vieler Ostdeutscher gegeben, "um Strukturen zu schaffen, mit denen wir aufrechten Ganges in die deutsche Einheit gehen konnten."

Merkel hatte das erste Mal die Stiftung besucht. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Rainer Eppelmann, lobte die Gespräche mit der Kanzlerin als "detailliert und differenziert". Er sprach von einer "großen Übereinstimmung". Die Bundesstiftung hat bislang rund 25 Millionen Euro Projekte zur geschichtlichen Aufklärung gefördert.

Am Mittwoch wählte die Stiftung auch einen neuen Stiftungsrat. Im Amt bestätigt wurde Markus Meckel. Erstmals sind in dem Rat auch vier Vertreter der Linkspartei. Laut Stiftungsgesetz können alle Fraktionen des Bundestages Mitglieder entsenden, sagte ein Sprecher der Stiftung. Für die Linke-Bundestagsfraktion seien Jan Korte und Dagmar Enkelmann werden laut Angaben in dem Gremium mitarbeiten. Hinzu kämen zwei weitere Linke-Politiker.

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