Brandenburg (moz) Für die Junioren des Frankfurter Ruder-Clubs von 1882 standen die deutschen Meisterschaften auf dem Regattaplan. Auf diesen Saisonhöhepunkt der Altersklassen U 17, U 19 und U 23 hatten sich die Oderstädter, die mit acht Athleten an den Start gingen, monatelang intensiv vorbereitet.
Zunächst wurden Vor- und Hoffnungsläufe ausgefahren. Hier entschied sich, wer das Halbfinale der besten 12 Teams erreicht. Anschließend musste im Halbfinale Platz 1 bis 3 belegt werden, um ins A-Finale einzuziehen, während die Ränge 4 bis 6 die Teilnahme am B-Finale sicherten.
Anne Dickerboom startete im Einer über 1500 m der B-Juniorinnen und überraschte mit Rang zwei, der die direkte Qualifikation für das Halbfinale bedeutete. Nach tollem kämpferischen Einsatz wurde sie Vierte und zog ins B-Finale ein, das sie als Fünfte beendete.
Jessika Fuhr musste sich bei den A-Juniorinnen über 2000 m im Einer gegen weitere 13 Ruderinnen beweisen. Auch sie erreichte als Vorlauf-Zweite die direkte Qualifikation fürs Halbfinale. Doch dann erging es ihr wie Anne. Gegen einige Medaillienanwärterinnen reichte es als Vierte nur für das B-Finale. Hier konnte sie noch einmal alle Kräfte mobilisieren, wurde Zweite und belegte damit Platz 8 der Gesamtwertung.
Jenny Zeiger startete in bewährter Renngemeinschaft mit Fini Sturm (RCH Brandenburg) bei den leichten B-Juniorinnen im Doppelzweier (1500 m). Hier hatten 16 Boote gemeldet, die auf drei Vorläufe aufgeteilt wurden. Das Duo wollte bei der Medaillenvergabe unbedingt ein Wörtchen mitreden, wurde Vorlauf-Erster und zog ins Halbfinale ein. Hier schafften beide mit großem Einsatz Platz zwei und zogen ins A-Finale ein, wo ihnen am Ende etwas die Kräfte fehlten, Rang fünf heraussprang.
Erstmals nach vielen Jahren schickte der FRC bei den B-Junioren einen Doppelvierer mit Steuermann an den Start. Mit Arne Schacher als Schlagmann, Felix Jensch, Felix Kanicke, Steuermann Janek Mücksch sowie dem Rüdersdorfer Jonas Matschek konnte ein schlagkräftiges Team gebildet werden. Im Vorlauf sprang Platz drei heraus, der folgende Hoffnungslauf wurde klar gewonnen und das A-Finale erreicht. Dort wurden noch einmal alle Kräfte mobilisiert, um zumindest Bronze zu erkämpfen. Die Crew fuhr ein super Rennen, setzte mehrere Zwischenspurts an, verfehlte jedoch um 1,3 Sekunden knapp Edelmetall.
Gleich zwei Medaillen erkämpfe sich Bodo Schacher. Im U-23-Bereich startete er im Riemen-Vierer ohne Steuermann in einer RG mit Ruderern aus Berlin, Brandenburg und Rostock. Bodo, der seit gut einem Jahr am Qlympiastützpunkt in Potsdam trainiert, landete mit dem Quartett auf dem Silberrang. Das Sahnehäubchen folgte anschließend mit dem U-23-Auswahl-Achter, der mit knapp zwei Bootslängen Vorsprung als Erster über die Ziellinie fuhr. Mit dem Meistertitel qualifizierte sich der Frankfurter zudem für die U-23-WM Ende Juli in Amsterdam.
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