Fürstenwalde . Die olympische Mission ist beendet: Bei einer festlichen Gala in Berlin wurde Speyer am Montagabend zu Deutschlands aktivster Stadt gekürt. Die Fürstenwalder Vertreter waren sich aber einig: Es war ein Riesenerfolg, in die Endrunde des Wettbewerbs zu kommen.
Applaus f³r den Sieger: B³rgermeister Manfred Reim und Karin Lehmann vom Kreissportbund klatschen, als Speyers B³rgermeister Hanspeter Brohm (rechts) auf die B³hne gerufen wird. Foto: MOZJoachim /Eggers
"Alle Städte haben gewonnen" - das beteuerten die Redner von Coca-Cola und Deutschem Olympischem Sportbund immer wieder bei der Festgala im Berliner Cosmos-Kino an der Karl-Marx-Allee. Breitensport fördern - das ist das zentrale Anliegen des Städtewettbewerbs "Mission Olympic", bei dem es Fürstenwalde als kleinste und einzige ostdeutsche Stadt unter die letzten Fünf geschafft hat. Als dann die Juroren um den Bundestags-Abgeordneten Peter Danckert verkündete, dass Speyer am Rhein den Titel bekommt, war vor allem Frank Diedrich, der zuständige Fachgruppenleiter im Fürstenwalder Rathaus, nicht überrascht.
Er hatte die Sport-Festivals der Konkurrenten aus der Ferne aufmerksam verfolgt und festgestellt, dass die Speyerer bei einem wesentlichen Kriterium ganz vorne lagen: bei der Beteiligung der Bürgerschaft. Die Zahl der Menschen auf der Straße und die von ihnen ausgeübten Aktivitäten wurden nämlich ins Verhältnis zur Einwohnerzahl gesetzt - und dabei lag Fürstenwalde zwar vor Herne, Erlangen und Freiburg, aber eben hinter Speyer.
Glückwünsche für den Sieger waren Ehrensache - Bürgermeister Manfred Reim und seine Begleiter sind überzeugt, dass es sich trotzdem gelohnt hat. "Das Festival des Sports vom 13. bis 15. Juni hat eingeschlagen", so Reim. "Wenn man die Leute darauf anspricht, sind heute noch alle begeistert. Ohne Teilnahme an dem Wettbewerb hätten wir uns ein solches Festival nicht leisten können."
Was bleibt von dem Festival? Haben die Vereine mehr Mitglieder gewonnen? Diese Frage kann Frank Diedrich jetzt noch nicht für die Stadt insgesamt beantworten - die Zahlen kommen am Jahresende. "Aber dass die "Pneumis", die BSG Pneumant, an der Grenze zu den 2000 Mitgliedern kratzen, das ist doch ein klares Zeichen."
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