Neubrandenburg/Dresden . Einem wichtigen Vertreter der Dresdner Malschule - dem Maler und Zeichner Albert Wigand (1890-1978) - widmet die Kunstsammlung Neubrandenburg ihre nächste Ausstellung. Von diesem Samstag an werden 90 Arbeiten des gebürtigen Hessen gezeigt, sagte Elke Pretzel von der Kunstsammlung am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Sonderschau, zu der 26 Privatsammler und Museen beitrugen, spiegele alle Schaffensperioden Wigands wider und laufe bis 11. Januar 2009. Wigand, der 1925 nach Dresden übersiedelte, gilt laut Pretzel als anerkannter Altmeister, der sich keinerlei Strömungen in der Malerei unterwarf.
So werden in Neubrandenburg unter anderem Dresdner Stadtansichten als frühe Zeichnungen des Malers, Collagen und Gemälde, die vor allem Stillleben zeigen, zu sehen sein. Wigand hatte seine erste Ausstellung während des I. Weltkriegs in Frankreich, wo er als Sanitätssoldat diente. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich bis zur Rente als Schaufenstergestalter oder Laternenanzünder. Die für die Kunstsammlung neu zusammengestellte Ausstellung ist nach einer Sonderschau des Dresdner Leonhardi-Museums die zweite Schau über das Schaffen Wigands innerhalb kurzer Zeit und die einzige in Norddeutschland. Zu den Leihgebern gehören die Nationalgalerie in Berlin sowie die Kupferstichkabinette Berlin und Dresden.
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