Neubrandenburg/Dresden . An den Maler und Zeichner Albert Wigand (1890-1978) erinnert seit Samstag eine Ausstellung in Neubrandenburg. Bis Anfang Januar 2009 zeigt die Kunstsammlung 90 Arbeiten aus allen Schaffensperioden Wigands als einem wichtigen Vertreter der Dresdner Malschule, sagte Kunsthistorikerin Elke Pretzel der dpa. Zur Eröffnung kam auch die Tochter des Malers, Ursula Grüß-Wigand aus Berlin, die Bilder aus dem Nachlass für die Sonderschau zur Verfügung stellt.
Der gebürtige Hesse Wigand studierte in Düsseldorf und hatte 1916 als Sanitätssoldat im I. Weltkrieg in Frankreich seine erste Ausstellung. Wigand lebte von 1925 bis 1971 in Dresden und verdiente sich den Lebensunterhalt bis zur Rente als Schaufenstergestalter oder Laternenanzünder. "Er gilt in der Kunstszene als von allen Seiten anerkannter Altmeister, der sich keinerlei Strömungen in der Malerei unterwarf", sagte Pretzel.
So sind in Neubrandenburg in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Leonhardi-Museum Dresdner Stadtansichten als frühe Zeichnungen, Collagen und Gemälde, die vor allem Stillleben zeigen, zu sehen. Für die Ausstellung stellten insgesamt 26 Museen und Privatsammler Bilder zur Verfügung. Dazu gehören die Nationalgalerie in Berlin sowie die Kupferstichkabinette Berlin und Dresden.
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