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Verkäufer und zugleich Dienstleister

Seelow . Die Einzelhändler der Stadt backen deutlich kleinere Brötchen als die großen Center, die seit Wochen um die Gunst der Kunden werben. Schließlich steht das Fest des Schenkens bevor. Auch die Seelower Einzelhändler haben jedoch einiges zu bieten. Am 5. Dezember laden sie zum dritten Mal zu einer Lichternacht.

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"Wir wollen mit unserer Stärke überzeugen", sagt Dirk Mahrenholz. Er gehört zu der Gruppe der Seelower Einzelhändler, die sich regelmäßig treffen, um darüber zu reden, wie die kleinen Geschäfte Kunden ins Zentrum locken können. "Wir bieten einen Fachservice, den viele schätzen", sagt er.

Hartmut Stellbaum will deshalb auch nicht in das allgemeine Klagelied einstimmen. Sicher, die Leute würden ihr Geld noch mehr zusammen halten. "Aber zu uns kommen ohnehin vor allem Stammkunden", sagt der Seelower. Man habe sich auch auf die älter werdende Kundschaft eingestellt, biete für sie besondere Dinge wie z.B. Seniorentelefone. Das würde gut angenommen. Was Margitta Richter nur bestätigen kann. Modisch, fußgerecht und bequem sei z.B. das Motto in ihrem Laden. Und wenn es um Sonderwünsche gehe, versuche man, die heran zu holen.

Kompetenz und Service seien die großen Vorteile, die die kleinen Fachgeschäfte bieten, sagen die Drei, die die Rolle der Sprecher der Einzelhändler übernommen haben. Das wolle man mit besondere Aktionen immer wieder deutlich machen. Die gute Resonanz der letzten Jahre zeige, dass es der richtige Weg ist "Man muss hier auch die Stadt loben", unterstreicht Hartmut Stellbaum. Es sei keineswegs überall so, dass sich eine Verwaltung darum kümmere. Und wenn einige meinen, die Verwaltung hätte mehr tun müssen, um das Kaufhaus zu retten, dann könne er nur sagen, dass solche Kritiker die Regeln des Marktes nicht kennen.

Die Einzelhändler wehren sich auch gegen die Schreckensvision, dass nach der Schließung des Kaufhauses noch mehr einbricht. "Die meisten kommen gezielt. Fast alle Fachhändler bieten ein anderes Sortiment als das Kaufhaus. Wir sind nicht nur Verkäufer, sondern oft Dienstleister", macht Dirk Mahrenholz deutlich. Natürlich sei die Schließung bedauerlich, am meisten aber werde künftig das große leere und dann wenig ansehnliche Haus stören.

Am 5. Dezember wollen die Händler zur dritten Lichternacht zeigen, dass es sich nach wie vor lohnt, in der Stadt einzukaufen. Die Händler haben gemeinsam einen Malwettbewerb für Kinder (bis zwölf Jahre) ausgeschrieben. Motto: "Wir gehen einkaufen". Die Arbeiten sollen am 5. Dezember ab 18 Uhr am Stand von Antenne Brandenburg auf dem Marktplatz abgegeben werden. Eine Jury prämiert die schönsten. Wichtig: Name und Adresse sollten nicht fehlen. In der MOZ veröffentlichen wir dann die Preisträger. In der Touristinformation sind die Arbeiten für jedermann zu bestaunen.

Zur Lichternacht werden sich alle Einzelhändler und beteiligten Gewerbeunternehmen wieder einiges einfallen lassen. Vor den Geschäften locken Feuerschalen und Lichter. Die Geschäftsleute in der Frankfurter Straße wollen gemeinsam für ein Lichterflair sorgen. Ein Pyrotechniker sorgt für besonderes Licht im Zentrum, gibt Kostproben eines Feuerwerks (20.30 und 21.30 Uhr). Antenne Brandenburg sorgt für die musikalische Umrahmung und in den Geschäften freuen sich die Inhaber und viele zusätzliche Helfer auf eine lange Einkaufsnacht. Bis um 23 Uhr so manches Festgeschenk erstanden werden.

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