. Auf ein ausgesprochen gutes Jahr blickt der Geschäftsführer der Stadtverkehrsgesellschaft (SVF), Michael Ebermann, nach eigenen Worten zurück. Das gute Jahr begann laut dem Geschäftsführer mit der Konzessionsverlängerung für den Betrieb der Buslinien. "Damit haben wir nicht nur die notwendigen Verträge für die Straßenbahn bis 2023, sondern besitzen nun auch die Konzession für die Busse bis zum 31. Mai 2016", so Ebermann. Er hält diese Vergabe auch für ein deutliches Signal an das Unternehmen, was Preis, Leistung und Kosten betrifft. Es zahle sich aus, dass die Mitarbeiter schon im Jahr 2002 auf den Tarif des öffentlichen Dienstes verzichtet und einen Branchentarif akzeptiert haben. "Das waren tiefe Einschnitte für alle, aber diese Verzichtsbereitschaft zahlt sich heute aus, denn die Kollegen haben eine sichere berufliche Zukunft", so der Geschäftsführer.
Wichtige Erfolge in diesem Jahr waren die Rezertifizierung im Qualitätsmanagementsystem durch externe Prüfer. Das dieses Jahr bestätigte Zertifikat gilt bis Juli 2011. Stolz ist Ebermann auch auf die Auszeichnung innerhalb des alle zwei Jahre ausgelobten Qualitätspreiswettbewerbs. "Zum dritten Mal in Folge haben wir diese Auszeichnung erhalten. Wir lassen natürlich nicht locker und versuchen noch besser zu werden, bis es zu einem Preis reicht", erklärt Ebermann. Und fügt an: "Wir sind zwar schon Klassenbester, uns fehlt aber noch die eins mit Sternchen." Man habe sich jetzt von den Bewertern die Details kommen lassen, warum es nicht bis zum Preis gereicht habe. "Das werten wir jetzt aus und werden sehen, was wir innerhalb der zwei Jahre noch verbessern können. Anerkannt wurde, dass im Zentrum unseres Qualitätsmanagement-Systems immer der Kunde steht", so Ebermann.
Nächstes großes Ereignis war die große Feier zu 110 Jahren Straßenbahn in Frankfurt mit einem langen Fahrzeugkorso, Musik, Tanz, prominenten Gästen, einem tollen Betriebshoffest, eingebettet in den Tag der Fahrgäste. "Das war gelungen", meint der Geschäftsführer. Mit dabei war ein vom Verband der deutschen Verkehrsunternehmen initiiertes Projekt "Vorfahrt für Familien". Innerhalb einer Diskussionsrunde stellte sich heraus, dass ältere Menschen hier und da Probleme beim Bedienen der Fahrscheinautomaten haben. "Da haben wir kurzfristig einen Termin mit dem Seniorenbeirat vereinbart und das Bedienen erklärt", erinnert sich Ebermann.
Stolz ist er darauf, dass die Fahrgastzahlen in Frankfurt trotz Geburten- und Einwohnerrückgang weiterhin stabil bei rund elf Millionen geblieben sind. "Das spricht für das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs. Und auch dafür, dass beispielsweise Eltern erkennen, dass ihre Kinder bei uns sicher und umweltfreundlich unterwegs sind", so Ebermann. Für dieses Sicherheitsgefühl investiert die SVF. Zum einen wurden und werden alle Busse und Bahnen mit Videotechnik ausgestattet, zum anderen werden nach und nach alle Haltestellen, die Gefahren bergen, umgebaut.
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