. Mit dem Brandenburger Anteil am Konjunkturprogramm des Bundes sollen Investitionen in Schulen, Hochschulen und Kindertagesstätten getätigt werden. Ein großer Teil des Geldes werde zudem in die Qualifikation investiert. Dazu müsse beispielsweise die Zeit von Kurzarbeit genutzt werden, die wahrscheinlich in diesem Jahr noch zunehmen werde. Das erklärte Ministerpräsident Matthias Platzeck auf dem gestrigen Neujahrsempfang der vier Frankfurter Serviceclubs. Die Unternehmer mahnte er, ihre guten Mitarbeiter so lange es geht zu halten, damit nach dem Überwinden der Wirtschaftskrise das Land nicht vor einem noch größeren Fachkräftemangel stehe.
Außerdem kündigte der Ministerpräsident eine "energetische Sanierung" des Landes an. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien zähle dazu auch ein effizienter Energieeinsatz. Hausbesitzer sollen durch einen kostenlosen Energie-Check zu Sanierungen ermuntert werden.
Matthias Platzeck war der Festredner des in diesem Jahr federführend vom Kiwanis-Club organisierten Empfangs. Präsidentin Anita Winkler begrüßte dazu im Kleist Forum mehr als 500 Gäste und erinnerte an die Hilfsaktionen des vergangenen Jahres. Auch der Erlös des gestrigen Empfangs kommt einem guten Zweck zu. Die vier Service-Clubs, die dazu bei den Besuchern um Spenden baten, wollen der Björn-Schulz-Stiftung beim Aufbau eines Kinderhospizes in Frankfurt helfen. Dafür, so Stiftungsvorstand Jürgen Schulz, benötige man rund 50 000 Euro. Für das Geld sollen vier Hospizbetten angeschafft, die notwendigen Räume hergerichtet werden. Vor allem ehrenamtliche Helfer, die man in Frankfurt bereits ausbildet, werden dort unheilbar kranke Kinder tagsüber betreuen, um die Familien zu entlasten. Das Tageshospiz soll eng an das Berliner Kinderhospiz Sonnenhof, in dem auch Frankfurter Familien betreut wurden, angebunden sein.
Oberbürgermeister Martin Patzelt bezeichnete das bürgerschaftliche Engagement als Reichtum der Stadt. Diese Arbeit für das Gemeinwohl müsse künftig noch stärker öffentlich gewürdigt werden.
Das Brandenburgische Staatsorchester unter Leitung von Howard Griffiths sorgte für die musikalische Umrahmung des Abends. Angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise mit heiterer Musik. "Der Mensch muss etwas Humor haben", sagte Griffith. Oberbürgermeister Martin Patzelt bewies diesen. Bei der Champagner-Polka ließ er den letzten Korken knallen. Anschließend wurde das Buffet eröffnet, gab es bis weit nach Mitternacht zahlreiche angeregte Gespräche im Kleist Forum.
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