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Geldautomaten werden immer unsicherer

Wiesbaden . Geldautomaten in Deutschland werden immer häufiger manipuliert. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Mittwoch berichtete, stieg die Zahl der Fälle 2008 stark an. Bundesweit hätten sich an 809 verschiedenen Geldautomaten Kriminelle zu schaffen gemacht, das entspricht einer Steigerung im Vergleich zu 2007 um 77 Prozent.

Einzelne Automaten oder Zahlungsterminals beispielsweise in Baumärkten wurden dabei auch mehrfach manipuliert. So zählte das BKA 2008 insgesamt rund 2400 Angriffe auf Geldautomaten, gut 1000 mehr als noch im Jahr zuvor. Die Betrügereien verursachten einen Schaden von schätzungsweise mehr als 40 Millionen Euro. Betroffen von den Manipulationen waren vor allem Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.

Das Sperren von Karten konnte einen möglichen Schaden in dreistelliger Millionenhöhe verhindern. So blockierten die Banken im vergangenen Jahr rund 160 000 Kartendaten - doppelt so viele wie noch 2007.

Zu den Tricks zählt ein Zusatzgerät, das die Täter am Geldautomaten oder an der Eingangstür zum Raum mit dem Automaten anbringen. Der Nutzer wird von dem Gerät aufgefordert, die Geheimzahl einzutippen. Mit einer Kamera spähen die Betrüger diese aus. Gleichzeitig werden die anderen Daten auf der Karte kopiert, um eine gefälschte Karte zu erstellen.

Solche Betrügereien haben 2008 auch in Brandenburg beträchtlichen Schaden angerichtet. In den registrierten sieben Fällen (2007 waren es nur zwei) haben sich laut Landeskriminalamt 448 Geschädigte gemeldet. Es entstand ein Schaden von 280 000 Euro. Die Zahl der auf andere Weise, etwa durch E-Mails, erschlichenen Passwörter ging im Land dagegen von 166 (2007) auf 55 Fälle (bis November 2008) zurück.

Das BKA rät Bankkunden, bei der Eingabe der Geheimzahl eine Hand über die Tastatur zu halten, damit die Betrüger die Geheimzahl nicht per Videokamera ausspähen können. Besitzer mehrerer Zahlungskarten sollten den Türöffner nicht mit der gleichen Karte betätigen, mit der sie dann die Transaktion am Geldautomaten vornehmen. Die Geheimzahl sollte nie auf der Karte selbst notiert werden.

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