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"Auf'm Amt" in Neuhardenberg

. Ein Trabi vor dem imposanten Schinkel-Schloss. Das ist natürlich ein willkommener Kontrast für die Fernsehleute. Im Raum Neuhardenberg indes wundert sich niemand darüber, dass der ehrenamtliche Bürgermeister Mario Eska mit der " Pappe e_SDRq unterwegs ist. Nein, der Trabi sei kein Markenzeichen der Linkspartei, erklärt Eska schmunzelnd Moderatorin Tina von Löhneysen. Der sei einfach mal praktisch. " Den kann ich noch selbst reparieren e_SDRq , begründet Eska.

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Für ihn und alle anderen Akteure des Tages hieß es zeitig aufstehen. Um 6.45 Uhr wird das erste Mal live aus dem Oderbruch gesendet. Tina von Löhneysen ist echt begeistert von der Rundumsicht am Schloss. Ein historischer Bau, in dem preußische Geschichte geschrieben wurde. Monika Wienfort, Professorin an der TU Berlin, rückt jedoch zunächst mal klar, dass nicht Hardenberg der Erfinder der Bürokratie ist. Die Historikerin verweist auf das 18. Jahrhundert, als Preußen erstarkte, neue Strukturen schuf und die Bürokratie Einzug hielt. Die Stein-Hardenbergschen Reformen freilich hätten dann schon erheblichen Einfluss auf den Aufbau des neuen Staatswesens und den damit verbundenen Bürokratismus gehabt.

Heute ist vieles vorgegeben, läuft routiniert. Das schlichte Gebäude, in dem Amtsdirektorin Grit Brinkmann das Gemeinwesen der drei fusionierten Orte ihres Amtes lenkt, passt zum nüchternen Alltag heutiger Bürokratie. Vor der Wende hatte die Verwaltung im Schloss ihren Sitz. Die Zeiten sind vorbei. Doch Grit Brinkmann hadert nicht damit. Dafür hat der Deutsche Sparkassen- und Giroverband ein Ensemble geschaffen, das jährlich Tausende in den Ort lockt, wie eben jetzt auch das Fernsehen.

Christa Starke hat schon reichlich Erfahrungen mit Kamerateams. Seit Jahren führt sie kompetent durch die Kirche, die so eng mit dem Leben und Wirken des Staatskanzlers Hardenberg verbunden ist. Und natürlich führt kein Weg vorbei an einer Besonderheit, die es nirgend sonst in evangelischen Gotteshäusern gibt - ein echtes Herz im Altar. Das des Staatskanzlers, der in Genua starb und selbst noch verfügte, dass sein Herz dort ruhen soll, wo er seine Blütejahre erlebte. Christa Starke könnte noch viel erzählen, doch die Sendezeit ist knapp. Kurz vor neun Uhr ist das Kapitel Neuhardenberg abgehakt. Das 16-köpfige Team packt zusammen. Der Aufwand für die kurzen Drehs ist immens. Schon am Montag reiste das Team an, wurden Passagen vorgefilmt.

In Neuhardenberg staunt niemand mehr über Fernsehkameras. " Hauptsache, wir bleiben im Gespräch e_SDRq , sagt ein Mann, der den morgendlichen Dreh abseits verfolgt. Neugierig dürfte so mancher an den Bildschirmen geworden sein. Dazu die zauberhaft sonnendurchflutete morgendliche Winterlandschaft und die historische Kulisse. Neuhardenberg ist halt immer einen Ausflug wert.

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