Bernau . Gegen den geplanten Anbau von Genmais in Weesow hat sich die Stadt Bernau als benachbarte Kommune ausgesprochen. Dies hat die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend aus Sorge um die Gesundheit der Anwohner in Weesow und nicht zuletzt auch in Bernau mit großer Mehrheit beschlossen. Einwohner, Pflanzen und Tierwelt sollen nicht mit genmaipulierten Pflanzen und Lebensmittel in Kontakt zu kommen, heißt es in dem von Klaus Labod (Bündnisgrüne) für die Freie Fraktion eingebrachten Dringlichkeitsantrag.
Bereits im März soll der herbizidresistente Genmais GA21 der Firma Syngenta auf einer 8000 Quadratmeter großen Ackerfläche bei Weesow ausgesät werden. Durch die Pollen des Mais würden die umliegenden Ackerflächen gefährdet, heißt es in der Beschlussbegründung. Darüber hinaus könnten die Bienenvölker, die genveränderte Pollen aufnehmen, nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden. Eine zusätzliche Umweltbelastung wird in dem geplanten Herbizideinsatz gesehen, da die Herbizide in das örtliche Grundwasser gelangen, was auch zu einer Belastung der Nachbargemeinden führt.
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