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Elche und Schweine ärgern die Jäger

Freienbrink . Die hohen Wildschwein-Bestände haben den Kreisjägertag ebenso beschäftigt wie eingewanderte Elche. Von denen sei ein Rudel bereits im Bereich von Alt Madlitz sesshaft, sagte am Sonntag Lutz Dolling, Vorsitzender des Kreisjagdverbandes Fürstenwalde. Der hatte am Freitagabend in Freienbrink getagt.

Der Verband vertritt 290 Jäger aus dem Bereich zwischen Briesen und Woltersdorf. "Für die Wiedereinbürgerung von Großsäugern liegt nach wie vor kein Managment-Plan der Landesregierung vor", kritisierte Dolling. Dabei geht es nicht nur um den Wolf, sondern auch um Luchs und Elch - vor allem den. Etwa zehn bis zwölf dieser großen Tiere seien im Bereich Alt Madlitz heimisch. Das Problem: "Die Jäger müssen für Schäden aufkommen, haben aber keine Möglichkeit, etwas dagegen zu tun." Sie dürften sie weder jagen noch anders beeinträchtigen - zum Beispiel durch Lärm vertreiben. "Das widerspricht jeder Rechtsauffassung; und ein Elch frisst ganz schön viel", so Dolling. "Wir haben kein Problem mit den Tieren, aber mit den Schäden." Und beim Wolf warte er täglich auf die Nachricht, dass mal einer durch Oder-Spree streife.

"Beim Schwarzwild", so Dolling, "müssen wir jederzeit in die Bestände eingreifen, wo es möglich ist." Die sichtbarsten Probleme seien dort, wo die Schweine in Parks und Gärten einfallen. "Wir als Jäger haben es aber am schwersten an den großen Mais-, Raps- und Sonnenblumen-Feldern." Gerade wenn die bis an den Waldrand reichten, könnten die Sauen in guter Deckung dort hineinwechseln. Der Vorsitzende sagte ferner, dass die Jagd auf Krähen jetzt innerhalb der Jagdzeiten möglich sei: "Zum Schutz des Niederwildes sollte, wo notwendig, davon Gebrauch gemacht werden.

Zum Umgang mit Waffen und Munition erläuterte indessen Staatsanwalt Joachim Sörries, selbst ein Waidmann, auf den Jägertag seine Sicht. "Man hat gemerkt, es ist jemand, der weiß, wovon er spricht", so Dolling. Er mahnte indessen, in der Debatte um den Gebrauch von Blei-Munition die wissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse abzuwarten. "Ideologie hat hier nichts zu suchen."

Dolling wurde vom Kreisjägertag im Amt bestätigt; Horst Haserück (Grünheide) ersetzt den stellvertretenden Vorsitzenden Horst Wilke (Woltersdorf). Für 60-jährige Mitgliedschaft im Deutschen Jagdverband wurde Hans Masuhr (Hangelsberg) geehrt; für 50 Jahre Dieter Friede (Kolpin), Günter Klinkmüller (Steinhöfel) und Helmut Münch (Steinhöfel).

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