Berlin . Angesichts der drastisch fallenden Milchpreise hat jetzt auch der Deutsche Bauernverband (DBV) Alarm geschlagen. Unter Hinweis auf gefährdete bäuerliche Existenzen forderte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner von Bundesregierung und EU-Kommission schnelle und unkonventionelle Hilfen. So sollten die Export-Erstattungen deutlich erhöht werden, forderte er nach DBV-Angaben vom Donnerstag in Schreiben an EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel und Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU).
Auch plädierte Sonnleitner dafür, das Ausschreibungsverfahren für Butter und möglicherweise auch Magermilchpulver so zu gestalten, dass kein weiterer Marktdruck entstehe. Zudem müssten die Ende Juni auslaufende Beihilfen für mindestens ein Jahr wieder aktiviert werden. Auf dem März-Agrarrat sollten sich Aigner und Fischer-Boel nachhaltig für die Interessen der deutschen und europäischen Milchbauern einsetzen. Zuletzt war ein durchschnittlicher Angebotspreis für Milch von 20 bis 25 Cent pro Liter bekanntgeworden.
Nach Angaben von Sonnleitner wird in einigen europäischen Regionen sogar davon berichtet, dass dort die Milchabholung eingestellt werden könnte. Daher müsste die Politik in dieser schwierigen Lage kurzfristig Schritte zur Entlastung einleiten. Aufgrund der in Europa zurückgehenden Milchanlieferung müssten Entlastungsmaßnahmen greifen, die den Absatz von Milch und Milchprodukten stärken, betonte Sonnleitner.
dda (Zusammenfassung 13: 44 Uhr) Besucherzuwachs auf der Grünen Woche- Pro-Kopf-Ausgaben mit 109 Euro nahezu konstant - Aussteller vermelden 45 Millionen... mehr
Angesichts des dramatischen Milchpreisverfalls will die EU-Kommission die Exporthilfen wieder einführen. Eineinhalb Jahre nach dem Stopp der Subventionen... mehr
Der Weltagrargipfel in Berlin mit fast 30 Staaten fordert im Kampf gegen den Hunger einen Abbau der Exporthilfen reicherer Länder. " Ich glaube nicht,... mehr
