Bad Freienwalde .
670 Besucher haben in der vergangenen Saison den Storchenturm mit dem kleinen Museum in Rathsdorf besucht. Das hat Gisela Ziehm, Vorsitzende Naturschutzbundes (NABU) Oberbarnim, bei der Jahresmitgliederversammlung des Vereins am 20. März im Haus der Naturpflege erklärt. Rund 20 der 140 Mitglieder nahmen daran teil. Manfred Kleße und Artur Reinicke vom Vorstand hätten sich besonders für das Museum eingesetzt. Auch das Storchenfest Ende April sei gut angenommen worden, so Gisela Ziehm.
Mit dem Haus der Naturpflege zusammen sei erstmals ein Naturcamp für Kinder veranstaltet worden, an dem elf Mädchen und Jungen teilgenommen hatten. Die Vereine boten den Kindern "ein abwechslungsreiches, naturkundliches Programm" dar. "Es hat ihnen gut gefallen, und wir hoffen, dass einige von ihnen sich dauerhaft für die Natur interessieren.", so die Vereinvorsitzende. Dem gleichen Zweck dienten auch die Projekttage, die Manfred Kleße in der Wriezener Schule anbot.
Sehr aktiv seien die Vogelkundler des Vereins, lobte Gisela Ziehm. Die Mitglieder beteiligten sich kontinuierlich an der bundesweiten Kartierung der Brutvögel, zählen regelmäßig Wasservögel, die Schlafplätze der Kraniche und die Weißstörche.
Dieter Seibt, Baumexperte des NABU, begleitet die Pflege von jungen Baumpflanzungen wie die Apfelbäume an der Sonnenburger Straße oder Straßenbäume zwischen Gottesgabe und Altfriedland. Seibt beklagte, dass das Naturschutzgesetz ein Papiertiger sei, weil sich viele Bürger nicht daran halten und sie auch nicht kontrolliert werden. So seien bei mehreren 50 Jahre alten Roteichen an der Straße zwischen Platzfelde und Dannenberg vermutlich ohne Genehmigung die unteren Ästen abgesägt worden, ohne dass sich eine Behörde dafür interessiere. Er beklagte den schleichend zunehmenden Verlust an Gehölzen in der Region.
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