Eisenhüttenstadt . Der dritte Städte-Wettbewerb zu Deutschlands aktivster Stadt wird im nächsten Jahr ohne Eisenhüttenstadt ausgetragen. Dabei haben die Veranstalter Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) und Coca-Cola für den bundesweiten Sieger 75 000 Euro zur Förderung des Breitensports sowie für die vier weiteren Finalstädte jeweils 10 000 Euro ausgeschrieben.
Aus Brandenburg hatten es in die Final-Runde der besten fünf Bewerber im Vorjahr Fürstenwalde und in diesem Jahr Lübbenau geschafft. Für das Finale im nächsten Jahr können sich die Städte über ihre Verwaltungen noch bis zum 3. Juli bewerben. 50 Städte kommen dann in die engere Auswahl, die sich dann mit ihren Initiativen für die Endrunde empfehlen. Die fünf Orte werden jeweils Veranstalter eines Festivals des Sports über drei Tage.
Zuständig für eine Eisenhüttenstädter Bewerbung ist die Bereichsleiterin für Kultur, Freizeit und Sport Christine Chvosta. Auf Anfrage antwortete sie, dass die Stadtverwaltung keine Bewerbung geplant habe, nachdem Eisenhüttenstadt vor zwei Jahren die erste Runde nicht überstand.
Beworben hatte sich die Stahlstadt mit dem Grand Prix mit Energie, dem Kanalfest und dem Schlaubetal-Marathon. Da laut Chvosta für Mission Olympic erneut diese Sportveranstaltungen in Frage gekommen wären, rechnet sie sich keine großen Chancen aus, dieses Mal die erste Hürde zu nehmen. "Ich finde es grundsätzlich gut, wenn die Wirtschaft den Breitensport so unterstützt. Wir haben uns vor zwei Jahren mit attraktiven Sachen beworben. Warum sollte jetzt anders entschieden werden?"
Die Gründe für das damalige Scheitern sind vielfältig. So können aufgrund des Mitbewerbers Fürstenwalde auch regionale Aspekte eine Rolle gespielt haben.
Einen Nutzen hatte die Eisenhüttenstädter Bewerbung vor zwei Jahren. Coca Cola brachte eine Broschüre zu Mission Olympic heraus, in der auch Eisenhüttenstadt vorgestellt wurde und sich damit bundesweit repräsentierte. Während die Stadtverwaltung einer erneuten Bewerbung pessimistisch gegenübersteht, würde der Präsident des Landessportbundes Hans-Dietrich Fiebig generell eine Bewerbung begrüßen. "Wir haben zahlreiche Städte, die ein vielfältiges Bewegungsangebot bieten und sich mit anderen Bundesländern messen können. Wir rufen daher Brandenburgs Städte auf, sich für Mission Olympic zu bewerben, um zu zeigen, wie sportlich und aktiv die Menschen in Brandenburg sind."
Befürworten würde eine Eisenhüttenstädter Bewerbung auch der Geschäftsführer der Eisenhüttenstädter Freizeit- und Erholungs GmbH Andreas Kurz. Als Präsidiums-Mitglied im Landessportbund hatte er im vergangenen Jahr die Stadt Fürstenwalde im Mission-Olympic-Finale unterstützt.
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