Freitag, 10. Februar 2012

Frankfurt
sonnig
-11°C/-8°C

12.04.2009 08:00 Uhr

details/dg/0/

In 21 Sekunden Konkurrenz versägt

Wriezen . So hoch war der Berg Sägespäne noch nie, der gegen Mitternacht am Fuß der Bühne im Wriezener Humpensaal zusammengekehrt worden war. Acht Frauen- und 21 Männermannschaften kämpften am Abend des 9. April bei der dritten Stadtmeisterschaft im Schrotsägen um die Pokale.

  ©

"Dabei sein ist alles" lautet das ungeschriebene Motto der Veranstaltung. Das Publikum bewies nicht nur gute Laune, sondern auch sportliche Fairness. Alle Teilnehmer wurden angefeuert, gleich welche Leistung sie erbrachten. Dazu leistete Henry Leue einen wichtigen Beitrag, der die Veranstaltung äußerst unterhaltsam moderierte und stets den richtigen Ton traf.

Bei der dritten Stadtmeisterschaft könne man schon von einer Tradition sprechen, sagte Bürgermeister Uwe Siebert bei der Eröffnung des Wettbewerbs. Es sei gut, dass es nicht nur Leute gebe, die beklagten, dass nichts los sei, sondern dass es auch Leute gebe, die etwas los machten. Für die Sieger hielt der Bürgermeister Wriezener Zollstöcke und Humpen bereit.

Zuerst gingen acht Frauenmannschaften an den Start, die sich vor den Männern nicht zu verstecken brauchten. Kraft ist gut beim Sägen, doch Geschick und das Zusammenwirken der Zweier-Teams ist entscheidend. "Mann muss immer ziehen", sagte Anke Waga aus Krummenpfahl, die diesmal mit ihrer elfjährigen Tochter Alicia dem 120 Jahre alten Kiefernstamm zu Leibe rückte, der bei den Frauen einen Durchmesser von 27 Zentimeter und bei den Männer von 32 Zentimetern hatte. Susann Herzberg und Iris Lepel, beide aus Altmädewitz, schafften den Pokal bei den Frauen mit 31 Sekunden. "Damit haben wir nicht gerechnet", sagten die glücklichen Siegerinnen im Anschluss. "Wir haben nur mal spaßeshalber mit unseren geübt", so Iris Lepel. Kurz vor Beginn des Wettbewerbs entschieden sie sich mitzumachen. Ihre Männer erreichten übrigens Platz zwei. Nächstes Jahr wollen die beiden Frauen auf jeden Fall wieder mitmachen.

"Mal sehen, ob es klappt", sagte Enrico Messal vor dem Wettkampf. Mit seinem Sägepartner Olaf Waga hatte er die vergangenen beiden Wettbewerbe gewonnen. Es gebe jedoch diesmal starke Konkurrenz. Die beiden Sägeprofis hatten geübt und konnten sich von 47 Sekunden im vergangenen Jahr auf 26 Sekunden verbessern, es reichte aber trotzdem nur für Platz drei. "Die Versäger", wie sie sich nannten, wurden diesmal selbst versägt. Platz eins holten die "Hoschies" mit Andreas Thieme und Wico Rusche aus der Großgemeinde Neulewin. Sie seien Handwerker, die gestählte Muskeln von der Harten Arbeit haben.

Artikel empfehlen

Artikel kommentieren

Lesezeichen setzen

Seite empfehlen

Nachricht an die Redaktion

Druckversion

Lesen Sie auch...

24.08.2011 05:43 Thema

Mit dem Alten Fritz durchs Dorf

Bad Freienwalde (nv) Mit dem? Alten Fritz durchs Dorf Der erste Lietzer Kolonistentag wird am 3. September in Neu­lietzegöricke gefeiert. Auf dem Programm stehen zwischen... mehr

24.08.2011 05:40 Thema

Feuerwehr bezieht neues Gerätehaus

Bad Freienwalde (MOZ) Mit einem Festakt hat die Feuerwehr Altranft jetzt ihr neues Feuerwehrgebäude offiziell in Beschlag genommen. Bis auf wenige Restarbeiten ist das Depot... mehr

24.08.2011 05:32 Thema

Hauptdarsteller für einen Tag

Bad Freienwalde (MOZ) Vom Bürgermeister zum Hauptdarsteller: Horst Wilke wurde am Montag von einem Filmteam in den Oderbruchzoo Altreetz begleitet. Dort übergab er Futter... mehr




Regionalnavigator

Angermünde Bad Freienwalde Beeskow Bernau Eberswalde Eisenhüttenstadt Erkner Frankfurt (Oder) Fürstenwalde Schwedt/Oder Seelow Strausberg

Ort, PLZ oder Redaktion

Regional

© 2010 moz.de Märkisches Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG
...