. Beim internationalen Turnier in Santiago de Cuba, an dem außer Kasachstan und Deutschland nur südamerikanische Teams teilnahmen, taten sich die zwölf deutschen Boxer erwartungsgemäß schwer. Von den 17 Kämpfen der Erstauflage konnten die DBV-Starter nach dem harten Trainingslager in Camaguey lediglich fünf Begegnungen für sich entscheiden.
Gewann in Kuba zwei Duelle: Der Frankfurter Boxer Marcel Schneider (l.) schlug sich achtbar.Foto: imago
Erfreulich, dass der Frankfurter Marcel Schneider zwei Duelle gewann. Der Bantamgewichtler beherrschte im Viertelfinale den Equadorianer Pedro Quipo Pilataxi klar mit 12:2, im Halbfinale den Venezulaner Jose Cortesia mit 17:6. Im Endkampf boxte Schneider gegen den kubanischen Weltklassemann Livan Herrera Cavodevilla, vollbrachte dabei erneut eine famose Leistung und war dem Gewinn des Turniers sehr nahe. Doch der Sieg ging am Ende an den Lokalmatadoren, der nur mit einem einzigen Pünktchen Unterschied (9:8) über Schneider triumphierte. Superschwergewichtler Erkan Teper (Ahlen) gewann seine Gefechte gegen die Kubaner Orlando Rabi Haiti und Luis Pons Vaillant knapp, gegen Jorga Quinones Tenorio (Equador) klar mit 21:12 und holte somit den einzigen Turniersieg für Deutschland.
Mittelgewichtler Terence Vorrath vom Frankfurter Boxclub verlor seinen ersten Kampf gegen den Kubaner Rey Recio Pla ebenso wie sein Vereinskamerad Stefan Köber im Schwergewicht gegen Leinier Eunice Pero (Kuba). Halbweltergewichtler David Müller zog gegen Yordenis Ugas Hernandez (Kuba) ebenfalls den Kürzeren.
Auch Ronny Beblik, Hafid Bouji, Denis Makarov, Eugen Burhard, Artur Schmidt, Jack Kulcey-Keth, Dieter Döhl und Robert Woge scheiterten gleich zum Auftakt.
Die vierwöchige Amerika-Tour, die der neue DBV-Disziplintrainer Rolad Kubath (ehemals Olympiastützpunktleiter Rhein-Neckar) leitet, wird nach dem Aufenthalt in Kuba fortgesetzt mit zwei Länderkämpfen in Kanada.
Zur neuen Leistungssportstruktur mit Blick auf die WM im August in Mailand und Olympia 2012 in London gehören eine Wissenschaftskommission (Harry Kappell) sowie ein Lehr- und Ausbildungsstab. Neuer Sportdirektor nach Helmut Ranze (jetzt DBV-Koordinator) ist Dr. Horst-Peter Strickrodt.
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