Eichhorst . Die Gemeinde Schorfheide will mit ihrem Namen noch stärker in die touristische Werbung gehen. "Die Marke Schorfheide muss bekannter werden", forderte gestern Bürgermeister Uwe Schoknecht anlässlich der Saisoneröffnung Schorfheidefrühling. Zugleich kündigte er eine Kooperation mit dem Kreis und den Wasser- und Bodenverbänden an, um den Grundwasserhaushalt der Schorfheide zu stabilisieren. Gewerbetreibende hatten beim Aktionstag 60 Stände aufgebaut.
Bessere Bedingungen kann es wirklich nicht geben: Kaiserwetter erstrahlte über Eichhorst, als der Ruf der Jagdhornbläser Hubertusstock Aufmerksamkeit forderte. Gleich zur Eröffnung des gestrigen Aktionstages verliehen Bürgermeister Schoknecht und Constanze Knape, Leiterin des Biosphärenreservates, zwei Zertifikate des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin. Imker Silvio Krentz aus Serwest und Imkermeister Dirk Schirmer aus Bebersee können nun mit diesem Zertifikat für ihren Honig werben, der noch dazu den Stempel "Bio" trägt. "Keine Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen, keine Rückstände von Insektiziden oder Pestiziden", lobte Knape die Arbeit der Imker. Beide freuten sich über die Auszeichnung, würden sich aber eine stärkere Nachfrage in der Region wünschen. "Unser Honig kann bei Preis und Qualität locker mit den Discountern mithalten, in Berlin wird das besser erkannt", so Schirmer.
Schoknecht sagte vor den Gästen der Eröffnung zu, in diesem Jahr zu zählbaren Erfolgen im Kampf gegen die Wasserarmut der Region zu kommen. "Der Kreis hat signalisiert, sich einzubringen", freute sich Schoknecht. Demnach sollten die Wasser- und Bodenverbände Träger von Maßnahmen gegen die Wasserarmut werden.
Als wahre Flaniermeile entpuppte sich die Strecke zwischen Eichhorst und Café Wildau. Heike Krüger und Simone Engel vom 1. Hörspielbahnhof in Joachimsthal machten Werbung für die neue Saison, die am 16. Juli beginnt. Maren Thörner aus Eichhorst nutzte die Gelegenheit, ihr Brunnenwasser bei Hermann Hummer aus Welsow/Uckermark auf Härtegrad oder Nitratgehalt prüfen zu lassen. "Das können Sie zum Gießen unbesorgt verwenden", so das Ergebnis.
Der Steinschläger Matthias Schmidt aus Britz präsentierte nicht nur sein Handwerk, sondern warb auch für den Verein Kaffenkahn, der einen der elf gesunkenen Kähne vom Grund des Werbellinsees bergen möchte, um diesen dann zu restaurieren.
Burkhard Voigt kam aus Finowfurt nach Eichhorst, um sich gleich drei Sorten Kartoffeln zu sichern. "Sommernieren", "Capella" und "Rot-gelbe Frühe" ließ er sich von Beate Blahy am Stand des Greiffenberger Vereins FERN geben. "Ich kann Kartoffeln schlecht lagern, da will ich Sorten haben, die zu verschiedenen Zeiten reif werden", erklärte er. Jeweils fünf Kartoffeln nahm er mit, nach der Ernte wird er dem Verein fünf Knollen zurückgeben und selbst entscheiden, ob er den Rest des Ernte zur Vemehrung der Art erneut in die Erde bringen wird.
Sabine Grassow vom Mit-Veranstalter WITO brachte auf den Punkt, was die Schorfheide touristisch zu bieten hat: "Schorfheide, das ist der Werbellinsee, Wandern und Paddeln, Fahrradfahren und der Ruf als exzellentes Jagdrevier. Die Schorfheide erfreut sich zunehmender Beliebtheit."
Schoknecht will nun verabreden, dass die "Marke Schorfheide" als Logo verwandt wird, beispielsweise auf Briefköpfen und Schorfheide-Produkten.
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