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Pädagogen prüfen diesmal keine Schüler

. "Die Zuhörer sollen wissen, was sie von jenen zu erwarten haben, die sich zur Wahl stellen", umschreibt Stefan Ptok, Leiter der AG Bildungspolitik im Pädagogen-Verband, das Ziel der Veranstaltung am Sonnabend von 10 bis etwa 11.30 Uhr im Kulturboden des Gymnasiums. Zusagen gebe es bereits von Justizministerin Beate Blechinger (CDU), früher selbst Lehrerin, dem bildungspolitischen Sprecher ihrer Fraktion Ingo Senftleben, von Linken-Fraktionsvorsitzende im Landtag Kerstin Kaiser und Bildungsexpertin Gerrit Große (Linke) sowie von Sibylle Bock, Landtagskandidatin der SPD. Man habe auf die im Landtag vertretenen Parteien orientiert, sei aber offen für Teilnehmer auch aus anderen politischen Lagern, sagt Ptok. Als Publikum erwarten er und sein Kollege Gunter Gerth vom Kreisverband Märkisch-Oderland der Brandenburger Pädagogen "Leute, die als Lehrer oder Eltern mit Schule zu tun haben".

Die beiden haben Wahlprüfsteine formuliert, an denen sie die Redner messen wollen. Denn, so ihre Erfahrung, über "alles, was kostenlos ist", sei mit der Landespolitik schnell Einigung zu erzielen. Insofern erwarten die beiden Protagonisten eine Verständigung über eine Reform der Oberstufe, weil die eher Geld spare. Sie stellen sich in der Sekundarstufe Unterricht vorwiegend im Klassenverband vor, allerdings in kleineren Klassen mit höchstens 24 Schülern. "Durchschnittsgrößen eignen sich nicht für die Beurteilung", so Ptok. Man müsse weg von den Maximalfrequenzen, gerade im berlinnahen Raum. Weitere Forderungen sind Stärkung der Naturwissenschaften und Beibehaltung von zwei Fremdsprachen bis zum Abitur.

Vieles "Notwendige" sei indes "nicht ohne Geld zu haben", weisen die beiden auf weitere Punkte hin. Beispielsweise Stichwort Vertretungsreserve. Die sollte so hoch angesetzt werden, wie im Vorjahr Vertretung real angefallen sei. Ptok beziffert dies mit acht bis zehn Prozent. Eingeräumt werden derzeit drei Prozent, aber nur auf dem Papier. Bekämen Klassen Aufgabenstellungen, werde dies auch als Vertretung deklariert.

Weiter setzt sich der Verband, der in Märkisch-Oderland rund 70 Mitglieder hat, für eine Senkung der Wochenstundenzahl für Lehrer ein. Maximal 24 sollten es sein. Und in den Grundschulen funktioniere das Flex-Modell nur vertretbar, wenn Teilungsstunden zur Verfügung stünden - mindestens zwölf.

Was die Schulstandorte angeht, setzen sich Ptok und Gerth für den Erhalt eines flächendeckenden Angebots staatlicher Schulen ein. Diese müssten in vertretbarer Zeit erreichbar sein. Sie setzen die Grenze bei 60 Minuten an. Um kleinere Einrichtungen erhalten zu können, könnten Grund- und weiterführende Schulen an einem Standort verknüpft werden. Da stufenübergreifendes Lehramt ausgebildet werde, sei Personal eigentlich kein Problem

Diese und weitere Themen wollen die Organisatoren anschneiden und wenn möglich verbindliche Aussagen und nicht nur "Privatmeinungen" hören.

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