Justizministerin Beate Blechinger . Ei ne Ausstellung zum Thema "20 Jahre friedliche Revolution und Deutsche Einheit" ist seit g estern im Erdgeschoss der Stadtverwaltung, Hegermühlenstraße, zu sehen. Auf Initiative des Kreisvorstands der CDU-Senioren-Union hatte die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur die 20 Informationstafeln zur Verfügung gestellt. Das Datum sei nicht zufällig gewählt, sagte der jüngst wieder bestätigte Stiftungsvorsitzende Rainer Eppelmann bei der Eröffnung. Er verwies auf die Kommunalwahl vor 20 Jahren. Damals hätten der DDR-Führung "83 Prozent nicht gereicht". Sie habe daher das Ergebnis "nach oben geschönt", so der frühere Minister für Abrüstung und Verteidigung. "Ich möchte Ihnen Mut machen, die Erinnerungen und Erfahrungen nicht zu verdrängen", sagte er. Ein Großteil der DDR-Bürger habe Westfernsehen geschaut. "Bitte vergessen Sie nicht, was Sie dabei gedacht haben, wenn Sie die Wohnzimmer, die Betriebe, die Urlaubsorte gesehen haben", mahnte Eppelmann. Er selbst habe gedacht, "die Menschen dort sind auch nicht klüger und fleißiger als wir hier". Seine Schlussfolgerung: "Es muss an den Verhältnissen liegen."
Laut Eppelmann ist die Wanderausstellung in der Bundesrepublik bereits 400-mal und in deutschen Botschaften im Ausland mehr als 100-mal gezeigt worden. "Es gibt sie inzwischen in zwölf Sprachen", setzte er hinzu. Wie es hieß, werden die Infotafeln im Juni in Hoppegarten und wahrscheinlich im Oktober im Ortsteil Petershagen gezeigt.
warnte davor, das DDR-System und die Lebensleistungen der Bürger gleichzusetzen. "Nicht die Bürger sind gescheitert, sondern das System", betonte sie.
Am Rundgang durch die Ausstellung beteiligten sich unter anderem der Beauftragte für Sonderaufgaben im Bereich der Bundeswehr in den neuen Ländern Werner E. Ablaß, die Bürgermeister von Strausberg, Rüdersdorf und Buckow, Hans Peter Thierfeld, André Schaller und Peter-Alexander Block, sowie der CDU-Bundestagskandidat Hans-Georg von der Marwitz.
Manch Teilnehmer bedauerte, dass fast nur Mitglieder oder Sympathisanten der CDU zur Eröffnung gekommen waren. Zu den Ausnahmen zählte Guido Beier. Die friedliche Revolution habe gezeigt, wie viel Kraft Menschen haben, um etwas zu bewegen. Daran sollte man in der derzeitigen Krise denken, sagte der Hönower, der für die FDP in den Bundestag einziehen will.
Die Ausstellung ist bis 25. Mai werktags von 9 bis 19 Uhr geöffnet.
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