. Schwedt In der Begegnung des UBV 48 gegen den Spitzenreiter der 2. Box-Bundesliga, des BSV Seelze, waren es beide Mannschaften die nach dem letzten Gong die Arme hoch rissen: der BSV Seelze, weil das Remis den Staffelsieg bedeutet und der UBV 48, weil er gegen den Spitzenreiter mit dem Remis in der eigenen Halle ungeschlagen blieb .
Wie schon in Seelze, offenbarten sich zwei Boxstile: Die Gäste druckvoll, ungestüm und oftmals sehr rustikal, die Schwedter kühl, oft zu zaghaft und um stilreines Boxen bemüht.
Warum Daniel Jass (54 kg) in der 2. Runde durch RSC aus dem Ring genommen wurde, verblüffte alle, kostete in der Endabrechnung dem UBV 48 aber letztlich den Sieg. Das ansonsten sehr konsequent amtierende Kampfgericht aus Mecklenburg-Vorpommern brachte alle anderen Kämpfe ohne Probleme über die Zeit.
Im Limit bis 57 kg hatte Mathias Seidensticker sein Comeback, boxte eine sehr ordentliche erste Runde, musste dann aber der Tatsache Tribut zollen, dass er 10 kg "abkochen" musste und ab Runde zwei nichts mehr zum Zusetzen hatte.
Auch Stefan Wagenknecht erlitt dieses Schicksal. In Runde zwei warf Ernst Urban das Handtuch. Die Tragik bei Stefan Wagenknecht ist, dass er in dieser Gewichtsklasse durchgehend und wissentlich auf Spitzenleute traf, aber stets bereit war, sich dieser Herausforderung zu stellen.
Im Limit bis 64 kg konnte David Wolter, wie schon so oft, den Schalter umlegen. Gegen Besir Ay hatte er in der zweiten Runde seinen Stil gefunden und gewann den fünften von sechs Kämpfen der Saison für den UBV 48.
Christof Woditschka hatte gegen Dieter Döhl (215 Kämpfe) keine Chance und beim Stand von 9:6 für die Gäste sah es nicht gut mit dem Vorhaben aus, mindestens ein Remis zu erkämpfen. Das änderte sich jedoch mit Sadula Abdulai (75 kg), der den sehr unsauber boxenden Raynesh ab der 2. Runde im Griff hatte.
Mannschaftskapitän Terence war im Halbschwergewicht aufgeboten und musste gegen den langen und sehr erfahrenen Eugen Schellenberg antreten. Obwohl bis zu den erlaubten 81 kg noch einiges fehlte, ließ Terence Vorrath keinen Zweifel daran aufkommen, wer als Sieger aus dem Ring gehen würde. In der zweiten Runde wurde dann Ringarzt Uwe Zenk bemüht, denn in Schellenbergs Gesicht machten sich Schwellungen breit, die dann auch zum Abbruch führten.
11:10 stand es vor dem letzten Kampf (+81 kg) und der Deutsche Vizemeister Boris Boshenko (BSV Seelze) traf auf den Vize-Jugendweltmeister Eric Brechlin. Wie schon gegen Nordhausen stand die Halle lautstark hinter Brechlin, der ab der zweiten Runde immer stärker wurde und unter unglaublichem Jubel in einem von beiden Seiten technisch hervorragendem Kampf als Punktsieger hervorging.
Der vierte und damit letzte Tabellenplatz für den UBV 48 entspricht nicht den Zielstellungen, aber in Anbetracht der sehr jungen Mannschaft, den knappen Ergebnissen und den drei Remisen hält sich der Abstand zu den anderen drei Teams in Grenzen.
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22.05.2012 16:36:56 Frankura
Buch von Sarrazin = kalter Kaffee
22.05.2012 16:25:54 olaboe
@heinzi
22.05.2012 16:22:05 nebenbeibemerkt
Ich verstehe den Streit nicht
22.05.2012 16:20:57 Honesty
Steile Thesen sind das Spezialgebiet von Thilo Sarrazin - Indirekt vergleich...
22.05.2012 15:59:59 xxx
tzzz