Fredersdorf-Vogelsdorf . Wenn es am Ende auch nur einen kleinen Pokal gab, das Regionalfinale Handball der D-Junioren ist auf Landesebene in dieser Altersklasse das wichtigste Turnier im Schulsport überhaupt. Die Fred-Vogel-Grundschule ging als Sieger der sieben Mannschaften hervor. Qualifiziert hatten sich für dieses Finale in der Sporthalle an der Fredersdorfer Tieckstraße die jeweiligen Kreissieger und dazu der Zweitplatzierte aus MOL, die 2. Fredersdorfer Grundschule, die als Veranstalter mit am Turnier teilnehmen durfte.
Abgesprungen: Maria Naissi beim Wurf, dahinter die besten Werfer der Fred-Vogel-Schule, Antea Arndt (16 Tore) und Fritz Reincke (20).
"Das Niveau ist durchaus beachtlich", stellte Betreuer und Mitorganisator Klaus Häcker fest, der einige seiner Spieler von der OSG Fredersdorf-Vogelsdorf mit im Team hatte. Er betreute mit Sportlehrer Ulrich Fedderau beide Fredersdorfer Teams. Der ehemalige Sportlehrer, wie immer sehr engagiert, traf auf viele Kollegen, die heute Handball in den Sportunterricht integrieren wollen. So zum Beispiel Günter Poeschke von der Schule des Friedens aus Görzig. "Nach dreimaligem Gewinn hintereinander sind wir automatisch Mitfavorit." Doch Poeschke, der gleichzeitig Schulleiter ist, verwies darauf, dass er diesmal nur eine ganz junge Mannschaft hatte. Der Jüngste, Sebastian Schmidt, war erst neun Jahre. Görzke wurde diesmal Dritter.
Dafür hatten die Grünheider Grund zum Jubeln. "Nachwuchssorgen haben wir bei uns eigentlich nicht. Grünheide ist traditionell eine Handball-Hochburg. Und auch im Bereich der D-Junioren gibt es zahlreiche Talente wie zum Beispiel unseren Roman Nickel oder Christoph Kutschke", erklärte Sportlehrer Ralf-Peter Fritzke, der mit Uwe Schädler die Jungs betreute. Lange Zeit sah es so aus, als würden die Grünheider gewinnen. Am Ende gab es Platz zwei, denn das wichtigste Spiel gegen die Fred-Vogel-Grundschule wurde mit 12:16 verloren.
Auf den vierten Platz kam die 2. Grundschule aus Fredersdorf. Und die bewies zusätzlich, dass der Handballsport in Verbindung Schule und Verein Fredersdorf-Vogelsdorf zu einer echten Hochburg heranwachsen ließ. Nur um ein Tor vergaben sie den 3. Platz. Fünfter wurde die Schulmannschaft aus Müllrose.
Im Prinzip waren aber alle Sieger und so hatten auch die Kinder der Grundschule "Am Windmühlenberg" aus Neuhardenberg als Sechste genug Grund zum Jubeln. Andree Fuhrmann und Ines Heinrich waren für die Mannschaft verantwortlich. "Wir haben nicht die Besten. Handball ist ein Mannschaftssport, aber Kenny Thiele oder Tom Arnold sind durchaus talentiert." Die meisten der Jungs spielen ansonsten Fußball. Wie auch Tom Wintzke, der mit der SG Müncheberg bei den D-Junioren agiert. Auf dem letzten Platz kam die Astrid-Lindgren-Grundschule Frankfurt (Oder). Antje Schwanke und Elke Mann betreuten die Jungs. "Bei uns zählt tatsächlich der olympische Gedanke. Die Reise hat sich für alle gelohnt", sagten die Sportlehrerinnen.
Am Rande freute sich auch Bernhard Bab über das gelungene Turnier. Der Schulsportkoordinator des Schulamtes Frankfurt ließ es sich nicht nehmen, den Pokal zu überreichen. "Das ist im Rahmen der bundesweiten Bewegung Jugend trainiert für Olympia wieder ein kleiner Schritt gewesen", sagte er und bedankte sich auch beim Schiedsrichterteam Sandra Schenkel, Karoline Janas und Franka Höhne, die sich extra einen Tag frei genommen hatte. Ausgezeichnet wurde auch Handball-Talent Fritz Reincke, der mit 20 Toren auffälligster Spieler des Turniers war.
Am kommenden Dienstag wird das Handball-Regionalfinale der Mädchen ausgetragen. Mit dabei sind ab 10 Uhr in der Giebelseehalle von Petershagen, Eggersdorf Schulmannschaften aus Fredersdorf-Vogelsdorf, Frankfurt, Grünheide, Müllrose, Dolgelin und Friedland.
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