. Von Jan C. Weilbacher
Bereits seit vier Jahren besitzt Lidl im GVZ Freienbrink eine etwa neun Hektar große Fläche, in unmittelbarer Nähe zu dem Verteilzentrum des Handelsunternehmens Edeka. Nun baut auch Lidl, für etwa 29 Millionen Euro, sein Logistikzentrum in Grünheide. Nach Angaben des Unternehmens wird es eine Gesamtfläche von 70 000 Quadratmetern haben. Circa 33 000 Quadratmeter wird das Lager groß sein. Dazu gehören unter anderem auch Räume für die Tief- sowie Normalkühlung von Produkten.
Lidl werde in dem Gewerbegebiet die Lücke zwischen Edeka und DHL schließen, sagt Joachim Gollnick, Marketing-Leiter des GVZ-Vermarkters IPG. "Das ist gut für die Optik."
Lange hatte man auf den Baubeginn gewartet. Bereits vor einem Jahr sagte Gollnick, die anderen Lidl-Lager, wie das in Großbeeren (Teltow-Fläming), würden aus allen Nähten platzen. Nun hofft er, dass Lidl Zugkraft für weitere Ansiedlungen entwickelt.
Nach Auskunft von Gollnick wird Lidl von seinem neuen Logistikzentrum aus Filialen in Ostbrandenburg beliefern. Gelagert werden sowohl Lebensmittel, als auch Produkte aus dem sogenannten Non-Food-Bereich. So gehören laut einer Mitteilung von Lidl ebenfalls "wöchentlich aktuelle Aktionsartikel, wie Textilien, Haushalts- und Elektronikartikel, Spielwaren oder Freizeitprodukte", zum Sortiment.
Etwa 150 neue Arbeitsplätze werden nach Unternehmensangaben mit der Investition geschaffen. Kommissionierer und Fachkraft für Lagerlogistik sind die Berufsfelder, die vor allem benötigt werden.
Als bauliche Besonderheit gilt unter anderem die Photovoltaikanlage am Gebäude, die eine Spitzenleistung von einem Megawatt hat. Die Kälteanlage soll ausschließlich mit natürlichen Kältemitteln betrieben werden. Durch Abwärmenutzung und einen Wärmepumpenbetrieb werde das gesamte Lager beheizt, heißt es auf Seiten von Lidl.
Bereits für Dezember ist die Fertigstellung des Baus vorgesehen. Als voraussichtlicher Betriebsbeginn gilt der 1. März 2010.
Lidl ist in Freienbrink, das direkt an der A 10 liegt, der zweitgrößte Investor nach Edeka, das eine Fläche von knapp 19 Hektar besitzt. "In den 20 Unternehmen vor Ort arbeiten 1200 Menschen", so Gollnick. Bislang sind 62 Prozent von der insgesamt 96 Hektar großen Ansiedlungsfläche im GVZ verkauft. Die IPG vermarktet die Flächen im Auftrag der Landesentwicklungsgesellschaft Brandenburg (LEG).
Neben Lidl soll auch der Bau des Großflughafens Schönefeld einen Impuls setzen, um mehr Investoren nach Grünheide zu bekommen. Im Moment laufen nach Auskunft des Marketingleiters "aussichtsreiche Gespräche mit einem weiteren Handelsunternehmen aus dem Non-Food-Bereich". Den Namen will er noch nicht verraten.
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