Berlin . Der geplante Verkauf der Berliner Immobilien Holding (BIH) ist gestoppt. Dies habe Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) am Freitag entschieden, teilte seine Verwaltung mit. Zur Begründung hieß es, wegen der wirtschaftlich schwierigen Lage habe keiner der potenziellen Investoren die Forderungen des Landes erfüllt. Das Immobilienvermögen der Holding hat einen Wert von 4,1 Milliarden Euro. Laut Mitteilung waren die Verhandlungen schwierig, nun ist der Verkauf ausgesetzt. In der BIH sind alle mit Risiken behafteten Immobilienfonds der inzwischen sanierten und 2007 verkauften Landesbank (Ex-Bankgesellschaft) zusammengefasst.
Wegen der Affäre um die mehrheitlich landeseigene Bankgesellschaft war 2001 die große Koalition in der Hauptstadt zerbrochen. Nach risikoreichen Immobiliengeschäften konnte das Institut nur mit staatlichen Milliardenhilfen vor dem Zusammenbruch bewahrt werden. Mit dem Verkauf der Holding wollte das Land einen Schlussstrich unter alle Risiken ziehen.
Angeboten worden waren knapp 600 Objekte, davon rund 38 000 Wohnungen. Zu den 3000 gewerblichen Mieteinheiten gehörten Discountermärkte, Ärztehäuser, Tankstellen und Seniorenpflegeheime.
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