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Schärfere Auflagen für Recyclingbetrieb

Eberswalde . Das Landesumweltamt (LUA) hat der Firma Theo Steil schärfere Auflagen für den Betrieb ihrer Altanlage zur Schrottaufbereitung erteilt. Grenzwerte der Staub- und Schadstoffemission wurden enger gefasst und der Umgang mit Schredderfraktionen schärfer reglementiert. So darf die Shredderleichtfraktion der Altautoverwertung nur noch in Gebäuden oder überdacht zwischengelagert werden. Der Umschlag der Stoffe hat so zu erfolgen, dass "Staubemissionen nicht mehr wahrnehmbar sind" und zum Stauben neigende Stoffe sind grundsätzlich nur noch geschlossen zu transportieren.

  Altautoverwertung unter freiem Himmel: K³nftig soll Theo Steil weniger Staub und Schadstoffe erzeugen. Foto: GMD/ Th. Burckhardt ©

Hintergrund der nachträglichen Auflage zu den Betriebsgenehmigungen sind strengere umweltrechtliche Verordnungen von 2002, die ab Oktober 2007 einzuhalten sind. Dies war nicht in vollem Umfang geschehen.

Die Bürgerinitiative für eine gesunde Umwelt Schorfheide (BI-S) wertete die Anordnung als Erfolg ihres Bemühens, auf Missstände in der Altanlage hinzuweisen. "Dass Teile der Anlage eingehaust werden müssen, ist ein großer Erfolg der Bürgerinitiative", so Umweltrechtsanwalt Philipp Heinz.

In einem weiteren Fall war die Bürgerinitiative Auslöser für eine genauere Kontrolle des Betriebes. Seit Januar 2008 hatten Mitglieder der BI-S mehrere Detonationen dokumentiert, die bei der Aufarbeitung der Altautos aufgetreten waren. Betriebsleiter Steffen Adam erklärte die Vorfälle mit Benzintanks, die im Zerkleinerer zusammengepresst wurden, bis die zusammengepresste Luft verpuffte. Dann würden die Explosionsklappen der Anlage öffnen.

Einige hundert Meter entfernte Anwohner wurden durch einen lauten Knall erschreckt. "Die Druckwelle war so groß, dass die Möbel im Wohnzimmer vibrierten. Eine schwarze Wolke war über der Anlage zu sehen", schilderte Eberhard Thiele aus Lichterfelde.

Wie das LUA bestätigte, handelte es sich in einem Fall um eine Gasflasche. Solche Havarien seien nicht 100-prozentig auszuschließen. Das LUA erteilte die Auflage, dass die Firma ihre Eingangskontrolle zu verbessern und solche Störungen taggleich zu melden habe. Außerdem wird eine 2009 geplante Kontrolle der Emissionen auf dieses Jahr vorgezogen.

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