Petershagen-Eggersdorf . Das Wolpertinger-Symposium wurde in diesem Jahr turnusgemäß in Petershagen-Eggersdorf abgehalten. Nach der Gemeinde Schwandorf/Fronberg (Oberpfalz) und Nienburg (Weser) war wieder das Doppeldorf, so wie es Tradition bei den Wolpertingern ist, Veranstaltungsort. Und über Traditionen wurde mehrfach bei diesem dreitägigen Treffen gesprochen.
Wolpertinger Treffen in Petershagen-Eggersdorf Prõsident aus Nienburg Herbert Suhr, aus Fronebrg Bayern Otta Karl und Dietrich Harms mit dem Wolpertinger
Wolpertinger, der Begriff scheint geheimnisvoll-mystisch. "Aber nein", antwortete Dietrich Harms - so etwas wie der Präsident der Märkisch-Oderländer Wolpertinger - entschieden. "Wir sind eine lockere und vor allem sehr humorvolle Vereinigung. Es geht bei uns keineswegs um Kulte, Beschwörungsgemeinschaften oder irgendetwas Geheimnisvolles. Bei unseren Treffen wird keine große Politik gemacht. Das Einzige, was uns ein wenig merkwürdig erscheinen lässt, ist, dass unserem Freundeskreis fast ausschließlich Herren des gesetzteren Alters angehören", lacht Harms.
Er hatte ursprünglich die Idee dieses Stammtisches durch seinen Bruder Ludwig mit in seinen Heimatort Nienburg gebracht. Als Harms beruflich nach Strausberg wechselte, erweiterte er diesen Freundeskreis erneut. Noch heute ist er Kassenwart bei den Nienburger Wolpertingern.
In der Gemeinde Schwandorf/Fronberg gibt es die Wolpertinger seit 32 Jahren, wie der Präsident Karl Otto berichtete. Selbst ein eigenes Denkmal mitten im Ort, 150 Kilo schwer und vom Künstler Peter Mayer erschaffen, ist dem Verein gewidmet. "Ein Denkmal haben wir noch nicht. Doch dafür ist unser Wolpertinger wahrscheinlich momentan der Schönste", erklärt mit Stolz Gernot Ewert. Er zeigt das Wesen, das für den Namen des Stammtisches steht. "In unseren Breitengraden ist er eher als Rasselbock bekannt: ein Hase mit Hörnern. Ein Maskottchen - mehr nicht." Bisher gehören der Vereinigung Märkisch-Oderländer Wolpertinger, V.E.B. Volpus Erectus Brandenburgensis zwölf Mitglieder an, darunter auch Landrat Gernot Schmidt, Gunter Fritsch (Landtagspräsident) sowie Strausbergs Bürgermeister Hans Peter Thierfeld. Es wurde beim Treffen viel gesungen, zum Beispiel die Landeshymnen oder das traditionelle "Schnucki, ach Schnucki". Auf dem Programm standen weiterhin ein Stadtrundgang durch Strausberg, ein Besuch der AIK Strausberg sowie eine Besichtigung des Schiffshebewerks Niederfinow.
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