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26.06.2009 20:01 Uhr

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Lidl setzt auf Sonnenenergie und stellt 150 Leute ein

. Von Jan C. Weilbacher

  Eine Kelle Zement: B³rgermeister Arne Christiani, Ulrich Jung-hanns, Betriebsleiter Kay Surk (v.l.) legen den Lidl-Grundstein. ©

Eine Ausgabe der MOZ und Baupläne sind in den Behälter gekommen, den Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns, Grünheides Bürgermeister Arne Christiani und der zukünftige Lidl-Betriebsleiter Kay Surk am Freitag in den Fundamentblock einzementiert haben. Es war die symbolische Grundsteinlegung für eine etwa 29 Millionen Euro schwere Investition. Für diese Summe lässt Lidl ein neues Logistik-Zentrum in Freienbrink bauen mit mehr als 33 000 Quadratmeter Lagerfläche. Voraussichtlich im März soll der Betrieb bereits losgehen.

Von dem Verteilzentrum aus sollen 75 Filialen in Ostbrandenburg sowie im Südosten Berlins mit Lebensmitteln und Artikeln aus dem sogenannten Non-Food-Bereich beliefert werden. "Seit wir das Grundstück in Grünheide vor sieben Jahren erworben haben, hat die Zahl unserer Filialen in Berlin-Brandenburg von 150 auf 250 zugenommen", sagte Kay Surk. Aufgrund dieser Expansion sei der Bau nun nötig geworden. Das neue Lager solle Gebiete von den Lidl-Logistikzentren in Großbeeren (Teltow-Fläming), Kremmen (Oberhavel) und dem sächsischen Lampertswalde übernehmen. Rund 80 Lkw werden in Zukunft täglich zwischen 1500 und 2500 Paletten anliefern. Nach Angaben des Betriebsleiters sollen etwa 150 Mitarbeiter in den Bereichen Logistik und Verwaltung neu eingestellt werden. Surk betonte, dass es sich um dauerhafte und krisensichere Arbeitsplätze handele. Im Oktober plane man die ersten Einstellungen.

Als bauliche Besonderheit gilt die Photovoltaikanlage auf dem Dach. Sie könne eine Spitzenleistung von einem Megawatt erbringen, so Surk. Die Sonne schien am Freitag zwar nicht, dennoch sei die Grundsteinlegung ein sonniges Ereignis, sagte Ulrich Junghanns. Lidl stelle sich gegen den momentanen Trend. Der Standort sei für eine Investition im Bereich Logistik gut geeignet. Außer Lidl hat unter anderem Edeka ein Verteillager im Grünheider Güterverkehrszentrum (GVZ), das direkt an der A10 liegt. "Freienbrink wird eine wachsende Rolle spielen", sagte Junghanns.

Das hofft auch Bürgermeister Christiani, der vor allem wegen der 150 Arbeitsplätze von einem besonderen Tag für die Gemeinde sprach. Zudem setze man mit der Ansiedlung ein Zeichen, dem GVZ Freienbrink als graue Maus mehr Farbe zu geben, sagte er. Im Vergleich zu den anderen beiden Güterverkehrszentren des Landes am Berliner Rand verzeichnet Freienbrink noch eine weit geringere Auslastung. Der Bürgermeister hofft nun auf Folgeinvestitionen, wie er sagte. "Es laufen bereits Gespräche".

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