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Jörg Kühl 17.08.2011 07:57 Uhr
Red. Beeskow, beeskow-red@moz.de

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INA-Macher wollen Geld vom Bund

Lieberose (moz) Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg hat beim Bundesamt für Naturschutz ein „Entwicklungs- und Erprobungsvorhaben“ beantragt. Bei einem positiven Bescheid könnte mit dem ausgezahlten Geld eine Vorstudie zur Verwirklichung der INA bezahlt werden.

In den vergangenen Monaten war das Vorhaben, in der Lieberoser Heide eine Internationale Naturausstellung (INA) einzurichten, von vielen Akteuren positiv kommentiert worden. Doch neben dem Lob werden inzwischen Forderungen immer lauter, den Ideen, die in einem „Masterplan“ manifestiert wurden, endlich konkrete Taten folgen zu lassen. Eine Umsetzung der Masterplanideen war aufgrund der engen Haushalte nur punktuell möglich. Positive Beispiele sind fortgeschrittene Pläne der Stiftung für einen Aussichtsturm und die Konzeption eines Naturerlebnispfades durch die Gemeinde Schwielochsee.

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg hat in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft INA jetzt beim Bundesamt für Naturschutz einen Antrag gestellt, die Umsetzung der INA als „Entwicklungs- und Erprobungsverfahren“ mit Bundesgeldern voranzutreiben. „Sollte das Bundesamt bis Jahresende zustimmen, könnten bis zu 200 000 Euro zur Finanzierung einer Vorstudie bereitgestellt werden“, schätzt Heiko Schumacher von der Stiftung Naturlandschaften ein. Im Rahmen einer solchen Vorstudie, die für eineinhalb Jahre angesetzt ist, könnten die schematischen Ideen des Masterplans zu konkreten Projekten weiterentwickelt werden. Als Beispiel nennt Schumacher die Idee eines Moorerlebnispfades: Besucher treten über eine Rampe immer tiefer ins Erdreich ein. Die Seitenwände wären, ähnlich einem begehbaren Meeresaquarium, aus Glas und böten einen Einblick in das lebendige Innenleben eines Moores am Originalplatz.

Die Hoffnung, der Bund werde sich am INA-Projekt beteiligen, war nach einem Besuch des damaligen Bundesumweltministers Siegmar Gabriel (SPD) im Sommer 2009 in der Lieberoser Heide aufgekommen, Damals hatte der Minister die Unterstützung seines Ressorts in Aussicht gestellt. Auch die jetzige Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche (CDU), steht laut einem Schreiben, das laut Schumacher bei der Amtsverwaltung Lieberose/Oberspreewald vor vier Wochen eingegangen war, und ihm zur Kenntnis gegeben wurde, hinter dem Vorhaben.

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