Düsseldorf . Der Kino-Regisseur Douglas Wolfsperger ist im Streit um ein Foto mit seiner kleinen Tochter in dem Film "Der entsorgte Vater" erneut vor Gericht unterlegen. Das Düsseldorfer Landgericht bestätigte am Mittwoch eine von Wolfspergers ehemaliger Lebensgefährtin erwirkte Einstweilige Verfügung gegen die Verwendung des acht Jahre alten Fotos. Wolfsperger habe nicht die schriftliche Erlaubnis der Mutter für die Veröffentlichung eingeholt. Es gelte der Grundsatz des Rechts am eigenen Bild, auch wenn es in dem Fall nur um eine "abstrakte Wiedererkennbarkeit" des Kindes gehe, urteilte das Gericht.
Für wenige Sekunden ist in dem Film ein Foto Wolfspergers mit seiner damals dreijährigen Tochter zu sehen. Heute ist das Mädchen elf Jahre alt. Der Film dokumentiert das Schicksal von fünf Vätern, denen Gerichte Kontaktverbot zu ihren Kindern auferlegt haben - einer von ihnen ist Wolfsperger. Das Foto zeigt nach den Worten des Filmemachers seine emotionale Nähe zu seiner Tochter. Nach Angaben von Wolfspergers Agentur in Frankfurt haben mindestens zwei Kinos den Film bereits aus dem Programm genommen oder die entsprechende Stelle geschwärzt. Insgesamt sei der Film mit 14 Kopien in den Kinos vertreten.
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