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10.05.2011 06:13 Uhr - Aktualisiert 10.05.2011 06:13 Uhr

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Brandenburgische Bodengesellschaft wickelte früheres Kasernengelände in Krampnitz korrekt ab

((dpa)) Potsdam - Der umstrittene Verkauf des früheren Kasernengeländes in Potsdam-Krampnitz ist aus Sicht der dafür zuständigen Brandenburgischen Bodengesellschaft (BBG) korrekt abgelaufen.

  Die Brandenburgische Bodengesellschaft soll das frühere Kasernengelände in Krampnitz korrekt abgewickelt haben. © dpa

Zur Preisermittlung seien die Richtlinie zur Verwertung von WGT-Liegenschaften der vormaligen sowjetischen Truppen und ein Gutachten herangezogen worden, erklärte die BBG-Bereichsleiterin Angela Podwitz am Dienstag vor dem Untersuchungsausschuss des Landtages. Dieser beschäftigt sich mit Immobiliengeschäften der Landesregierung.

Aus Sicht der Opposition wurde die Immobilie mit gut vier Millionen Euro deutlich unter Wert verkauft. Podwitz verlas zu dem Vorgang eine Erklärung. Bis Ende Mai 2007 lagen nach ihren Angaben fünf Kaufangebote vor, von denen das der dänischen Thylander-Gruppe mit 5,1 Millionen Euro das Beste gewesen sei. Folgerichtig habe die BBG-Spitze mit diesem Unternehmen Verkaufsverhandlungen geführt, die schließlich zur Vertragsunterzeichnung geführt hätten. Thylander habe das rund 120 Hektar große Areal in Potsdams Norden für den Reitsport, Wohnen und Gastronomie nutzen wollen. Über den Vertragsabschluss hinaus wollte sich die BBG-Mitarbeiterin nicht äußern. Weil gegen sie Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen, machte sie von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch.

Die öffentliche Debatte über Krampnitz führte neben anderen Vorwürfen im September 2010 zum Rücktritt des damaligen brandenburgischen Innenministers Rainer Speer (SPD). Er war zur Zeit des Verkaufs der Liegenschaft Finanzminister und damit politisch verantwortlich. Im vergangenen Jahr hatte der Landesrechnungshof festgestellt, dass das Finanzressort seine Aufsichts- und Kontrollrechte gegenüber der BBG nur unzureichend wahrnahm. Der Untersuchungsausschuss wollte am Dienstag auch noch den Geschäftsführer der BBG, Frank Marczinek hören.

(dpa)

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