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Die Teilnehmer des Kurses, dessen "Seelen", wie Burgherr Tilman Schladebach anerkannte, nun schon im sechsten Jahr die Gesangsdozenten Snezana Nena Brzakovic und Bernd Riedel sind, kommen aus Polen, Litauen, Serbien, Dänemark, Tschechien und Schweden. Mit Lotta Hultmark aus Schweden und Agnes Krempien aus Deutschland waren zwei schon vom vorigen Jahr bekannte Stimmen dabei. Anliegen war auch in diesem Jahr wieder die Interpretation des deutschsprachigen Kunstliedes mit romantischem Charakter. Es geht um Liebe, Liebesleid und Sehnsucht, auch um das Einssein mit der Natur. Als neuer, ins Humoristische gehender Akzent bot sich diesmal das "Liebeslied eines Kleinbürgermädchens" von Hanns Eisler an. Dieses eigenwillige Lied auf den Text einer Heiratsannonce wurde mit Bravour von Silke Kunz aus Deutschland gemeistert. Mit Gustav Mahlers "Das irdische Leben" war auch eine Ballade mit sozialkritischem Hintergrund dabei, sehr eindringlich mit deutlicher Gestaltung des Zwiegesprächs von Agnes Krempien interpretiert.
Es fiel in diesem Jahr auf, dass die Tendenz in der Liedauswahl und in der Interpretation stark ins Dramatische geht. Dabei wurde dieses mit großem Stimmvolumen oft fast ins Opernhafte gesteigert. Die ruhigen, besinnlichen Kunstlieder waren in der Minderheit. Ihrer hatten sich mit empfindsamer, gesanglicher Ausgeglichenheit lediglich die deutschen Sängerinnen Antje Rux, Jeanett Neumeister und Alexandra Schmidt, auch Jonas Sakalauskas aus Litauen angenommen sowie im zweiten Teil Agnes Krempien und Sonja Freitag aus Deutschland.
Die Wertung des Publikums bezog sich diesmal nur auf den ersten Teil vor der Pause, den sogenannten Pflichtteil, dessen Literatur exakt dem Kursanliegen entspricht. Im zweiten Teil, der Kür, wurden auch Lieder anderer europäischer Komponisten in Originalsprache vorgetragen. Wie immer fiel die Wahl von nur einem Favoriten schwer. Bei Wolfgang Seeliger aus Lübbenau waren es gleich vier, bei denen er gern ein Kreuzchen gemacht hätte. Er kommt als Urlauber am Schwielochsee oft zu Veranstaltungen auf die Burg Beeskow. Besonders lobte er auch die Leistung der Pianisten, "die toll auf die Sänger abgestimmt waren". Es handelt sich dabei um Gerhard Schlegel und Gerd Jordan, die nächstes Jahr das zwanzigste Mal dabei sind, sowie um Andreas Lisius und Alex Ilenko.
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Neueste Kommentare
23.05.2012 05:10:03 Dieter Luck
Und jetzt noch die Pferdesteuer
23.05.2012 02:30:06 Regine Montpassille
@ Dagmar Rietz
23.05.2012 02:16:04 D.K.
Schade
23.05.2012 01:19:54 bodenständischer Bauer
Oh, wie peinlich
23.05.2012 00:59:34 kämmerer
Dass nennt sich Landeshauptstadt?