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18.08.2011 06:13 Uhr - Aktualisiert 18.08.2011 06:13 Uhr

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Deutschland: Höchste Geburtenrate seit 1990

Wiesbaden (dapd/dpa) Wiesbaden - Deutschlands Frauen bringen wieder mehr Kinder zur Welt - so viele, wie zuletzt vor zwei Jahrzehnten. Auffallend für die Statistiker: Die Mütter werden immer älter.

  Mehr Babys in Deutschland: Die Geburtenziffer ist 2010 auf den höchsten Wert seit 21 Jahren gestiegen. Die durchschnittliche Kinderzahl einer Frau lag im vergangenen Jahr bei 1,39 und war damit etwas höher als 2009 (1,36), teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Trotzdem schrumpft die Bevölkerung Deutschlands weiter. Mit ihren Geburtenzahlen ist die Bundesrepublik das Schlusslicht in Europa. © ehr Babys in Deutschland: Die Geburtenziffer ist 2010 auf den höchsten Wert seit 21 Jahren gestiegen. Die durchschnittliche Kinderzahl einer Frau lag im vergangenen Jahr bei 1,39 und war damit etwas höher als 2009 (1,36), teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Trotzdem schrumpft die Bevölkerung Deutschlands weiter. Mit ihren Geburtenzahlen ist die Bundesrepublik das Schlusslicht in Europa.

Mit dem Mini-Baby-Boom steigt die Geburtenziffer auf den höchsten Wert seit 1990, als Frauen im Mittel 1,45 Kinder bekamen. Die positiveren Zahlen liegen auch an Müttern in Ostdeutschland. Nach dem drastischen Geburtenknick seit dem Mauerfall kommen in den neuen Bundesländern schon seit 2008 mehr Kinder pro Frau zur Welt als im Westen.

Die Geburtenziffer ist ein statistischer Rechenwert, der beschreibt, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens im Durchschnitt bekommt. Das Schrumpfen der Bevölkerung in Deutschland werden aber auch die etwas höheren Werte aus dem Jahr 2010 nicht aufhalten. Denn dazu müsste die Geburtenziffer 2,1 betragen.

Insgesamt stieg die Zahl der Neugeborenen in Deutschland 2010 gegenüber dem Vorjahr um etwa 13 000 - auf nun 678 000. Dabei gab es rund 300 000 Frauen weniger im gebärfähigen Alter als früher. Heute sind rund 18,4 Millionen Frauen zwischen 15 und 49 Jahre alt.

Auffallend für die Statistiker: Mehr Frauen als früher bekamen ein zweites und drittes Kind. Die Zunahme fiel bei den Geschwisterkinder stärker aus als bei Erstgeborenen und Einzelkindern.

Zwischen West und Ost gibt es bei der Geburtenziffer deutliche Unterschiede. In den alten Bundesländern stieg die durchschnittliche Kinderzahl innerhalb eines Jahres von 1,35 auf 1,39. Im Osten legte sie ebenfalls zu - allerdings auf höherem Niveau von 1,40 auf 1,46.

Bei der aktuellen Geburtenzahl bleibt Deutschland aber EU-Schlusslicht: Je 1000 Einwohner erblickten hier im vergangenen Jahr nur 8,3 Kinder das Licht der Welt. Für den meisten Nachwuchs sorgen die Iren (16,5 pro 1000 Einwohner), Großbritannien (13) und Frankreich (12,8). Europäische Vergleichszahlen für die Geburtenziffer liegen noch nicht vor.

dapd/dpa

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