Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) Die SPD-Fraktion lud zum Diskussionsabend. Einziges Thema: Die Zukunft des Sommerfestes. Sinkende Besucherzahlen, das Problem Jugend und Alkohol, Diskussionen über den bisherigen Standort und die Höhe gemeindlicher Zuschüsse waren Hintergrund des Abends.
Einleitend zog Fraktionsvorsitzender Volker Heiermann ein Resümee der letzten Sommerfeste und legte Erfahrungen aus den Nachbargemeinden vor. Er hatte sich umgesehen, Heimat- und Siedlerfeste, Vogelsscheuchen- und Oktoberfeste analysiert. Sein Fazit: „Ob mit oder ohne Umzäunung und Taschenkontrolle auf Alkohol und Drogen, bei vielen Festen war ein großes Engagement der Vereine und der Unternehmer als Sponsoren zu spüren. Für uns ergibt sich die Frage, ob wir ein zentrales Fest brauchen, oder ob Ortsteilfeste genügen. Schließlich haben kleine Feste, wie zum Beispiel auf dem Gutshof – Halloween, Kartoffelfest und Konzerte – ihre Daseinsberechtigung bewiesen.“
Die anschließende Diskussion war von dem Gedanken getragen, ein zentrales Sommerfest auszurichten. Hans-Joachim Batt, Ausrichter der letzten Feste, sagte: „Ich habe schon vor drei Jahren vorgeschlagen, das Gelände einzuzäunen und einen Euro Eintritt zu nehmen. Die Jugendlichen kommen wegen der Fahrgeschäfte, und der Ärger mit ihnen war außerhalb des Platzes. Die sich jährlich ändernden Terminedes Festes sind tödlich. Wir sehen auch, dass kleine Feste gut ankommen. Wer ein zentrales Fest will, muss in die Tasche greifen, denn solche Zugnummern wie die Trabershow vor einigen Jahren kosten Geld.“
Torsten Marx vom Kulturbeirat: „Wir haben viele bekannte und auch noch schlummernde Talente in der Gemeinde, die solch einem Fest das Gepräge geben können und es zur Tradition entwickeln. Es sollte einen speziellen Abend für die Jugend geben. Ein zentraler Platz könnte das Gelände um das Rathaus sein.“ Bernhardt Sept stellt sich ein Sommerfest an verschiedenen Stellen vor, indem zwischen altem Gutshof, Verdriesplatz und Hotel Flora die Räumlichkeiten des Schulcampus und der Begegnungsstätte bis hin zum Sportplatz mit einbezogen werden könnten. „Mehrere kleine Bühnen machen das Fest überschaubarer und geben vielen Akteuren, die wir zweifelsohne haben, die Möglichkeit, aufzutreten“, so Sept.
Hanna Todtenhaupt favorisierte den alten Gutshof, denn die bisherigen Veranstaltungen auf diesem Gelände seien gut angenommen worden. Man könnte überlegen, die Möglichkeiten der Fred-Vogel-Grundschule einzubeziehen. Eine interessante Variante brachte Udo Rhode ins Spiel: „Man sollte eine Festmeile aufbauen zwischen Schulcampus und Sportplatz, die vorhandenen Räumlichkeiten nutzen und die Garten- und Florastraße in das Geschehen mit einbeziehen.“
Batt schlug als Veranstalter des Sommerfestes den in Gründung befindlichen Kulturverein vor. Doch eine Entscheidung müsse schnell her, da die Terminplanung für das Jahr 2012 ist schon in vollem Gange ist. Heiermann will nun zur nächsten Sitzung des Kulturausschusses am 4. Oktober eine neue Vorlage einbringen.
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Neueste Kommentare
23.05.2012 05:10:03 Dieter Luck
Und jetzt noch die Pferdesteuer
23.05.2012 02:30:06 Regine Montpassille
@ Dagmar Rietz
23.05.2012 02:16:04 D.K.
Schade
23.05.2012 01:19:54 bodenständischer Bauer
Oh, wie peinlich
23.05.2012 00:59:34 kämmerer
Dass nennt sich Landeshauptstadt?