. Der Öffentliche Personen- und Nahverkehr (ÖPNV) in Frankfurt hat im Vergleich der kreisfreien Städte in Brandenburg bei den Fahrgästen die höchste Akzeptanz. Danach hat im Geschäftsjahr 2007 jeder Einwohner in Frankfurt durchschnittlich 174 Mal Bus oder Straßenbahn benutzt. In Potsdam war dies 115 Mal, in Brandenburg/Havel 93 Mal und Cottbus 79 Mal der Fall. Das teilte Michael Ebermann, Geschäftsführer der Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt, mit.
Insgesamt 10,8 Millionen Fahrgäste nutzten die öffentlichen Verkehrsmittel. Damit sei seit nunmehr zehn Jahren die Zahl der Fahrgäste trotz sinkender Einwohnerzahl in Frankfurt nahezu konstant. Der Ausbau des Bahnhofs, die Grenzöffnung nach Polen, die zunehmende Attraktivität der Universität sowie die Gründung des Verkehrsverbundes Berlin/Brandenburg hätten dazu beigetragen.
Ebermann verweist zudem darauf, dass Frankfurt pro Fahrgast nur 0,51 Euro aus der Stadtkasse zu zahlt. In Potsdam seien es 0,88 Euro, in Cottbus 0,80 Euro und Brandenburg/Havel 0,68 Euro. Der Frankfurter Stadtverkehr ist laut diesem Vergleich, so Michael Ebermann, auch der wirtschaftlichste der vier kreisfreien Städte. Demnach würden 59,7 Prozent der Einnahmen die Kosten des ÖPNV decken. In Cottbus seien es nur 54,4 Prozent, Brandenburg/Havel 58,5 Prozent und Potsdam 58,0 Prozent. "Die hohe Akzeptanz des öffentlichen Personen- und Nahverkehrs führt auch zu einer guten Wirtschaftlichkeit", schlussfolgert Michael Ebermann.
Der Geschäftsführer der Stadtverkehrsgesellschaft zeigt sich auch offen, bis zur möglichen Erweiterung des Straßenbahnnetzes nach Slubice in der Übergangsphase Busse einzusetzen. "Wir standen und stehen dazu bereit", sagte er. Dies müsste jedoch mit der polnischen Seite gut abgestimmt werden. Sollte die Stadt Frankfurt eine solche Linie nach Slubice bestellen, könnte er sich vorstellen, dass die Stadtverkehrsgesellschaft für dieses Projekt ein polnisches Bus-Unternehmen beauf tragt.
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